Für jeden Mitarbeiter

Radio Hamburg honoriert MA-Erfolg mit 1000 Euro

Radio-Hamburg-Chef Marzel Becker
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Radio-Hamburg-Chef Marzel Becker
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Cash für Reichweite: Nach einem erbitterten Streit über die Arbeitskonditionen, geführt nach allen Regeln der Kampagnenkunst inklusive Sender-Website und Gegen-Website mit Song und Video (schließlich arbeitet man beim Radio …), gibt es bei Radio Hamburg nun eine Betriebsvereinbarung. Auch die Mediaanalyse spielt dabei eine Rolle.

 Die Vereinbarung zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung des Privatsenders soll das Engagement der Mitarbeiter anerkennen und regelt eine freiwillige Erhöhung der Gehälter (3000 Euro brutto mehr pro Jahr), monatlich 200 Euro Mietkostenzuschuss für Auszubildende, reduzierte Arbeitszeiten (auf 37,5 Stunden pro Woche) und die Förderung mobiler Arbeitsformen. Außerdem gibt es eine Sonderprämie für die jüngste Mediaanalyse (MA): Jeder Mitarbeiter erhält 1000 Euro „als Anerkennung der Team-Leistung“, die im Juli zu einer der besten MA seit Bestehen des Senders geführt“ habe“, heißt es.

Die Vereinbarung bedeutet zugleich eine Absage an Forderungen von Gewerkschaften nach der Rückkehr in einen Tarifvertrag. Obwohl Radio Hamburg – „wie nahezu alle privaten Sender“ – bereits vor 15 Jahren aus dem Tarifvertrag ausgestiegen sei, sei die Fluktuation im Haus „sehr gering“. Die Leistung der Mitarbeiter „entlohnen wir über dem branchenüblichen Niveau – das werden wir jetzt noch ausbauen“, sagen die Geschäftsführer Patrick Bernstein und Marzel Becker. Und sticheln noch etwas gen Gewerkschaften: Diese „wollten unsere prominente Marke für ihre Zwecke nutzen, dafür möchten wir uns nicht hergeben“.

Lieber habe man mit einer Betriebsvereinbarung ein Zeichen gesetzt. „Die Atmosphäre in den vergangenen Monaten war produktiv“, so Becker. Störfeuer hätten allein die Gewerkschaften zu erzeugen versucht – mit Behauptungen, „die einem umfangreichen Fakten-Check nicht ansatzweise standhielten“. rp




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