"Freaks"

Das ist der erste deutsche Superheldenfilm von Netflix

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"Freaks" geht am 2. September bei Netflix online
Spätestens seit dem riesigen Erfolg der Marvel-Filmreihe rund um Iron Man, Thor & Co liegen Superhelden-Filme und -Serien im Trend. Im September startet bei Netflix ein Superhelden-Film aus deutscher Produktion - entstanden ist der Film in Zusammenarbeit mit dem Kleinen Fernsehspiel des ZDF. 
Die Handlung erinnert an typische Superheldenfilme: Wendy führt ein durchschnittliches Leben in einer durchschnittlichen Vorstadt - inklusive Mann, Kind und Doppelhaushälfte. Doch plötzlich entdeckt die Mitarbeiterin eines Schnellrestaurants, dass sie übernatürliche Kräfte besitzt. Natürlich dauert es nicht lange, bis andere Menschen mit sonderbaren Fähigkeiten in ihr Leben treten, darunter ihr Kollege Elmar und der Außenseiter Marek. Die drei tun sich zusammen und beschließen, ihre Fähigkeiten einzusetzen. Dabei geht natürlich einiges schief. 

Die Hauptrollen in dem laut Netflix "ersten deutschen Indie-Science-Fiction-Film" spielen Cornelia Gröschel ("Tatort" Dresden), Wotan Wilke Möhring ("Tatort") und Tim Oliver Schulz ("Club der Roten Bänder").  Produziert wurde die Koproduktion von Netflix und dem Kleinen Fernsehspiel des ZDF von Pssst! Film, das Drehbuch stammt von Marc O. Seng, Regie führte Felix Binder. Der sagt über über den Film: "Wir glauben, dass Wendys Geschichte Zuschauer aus der ganzen Welt ansprechen wird. Denn jeder hat doch schon einmal darüber nachgedacht, wie es wäre, Superkräfte zu entwickeln. Mit Netflix haben wir zum einen die Möglichkeit, unseren Film mit einem Schlag in 190 Ländern zeigen zu können und außerdem die kreative Freiheit ein solches Projekt umzusetzen." 

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Ein deutscher Superhelden-Film, kann das funktionieren? Der Trailer zumindest zeigt gut aufgelegte Schauspieler in einem hochwertig produzierten Film mit ironischen Untertönen. Ein eigenes Bild kann man sich ab dem 2. September machen, wenn "Freaks" bei Netflix online geht. 

Der Streamingdienst will in Deutschland in Zukunft noch mehr eigene Filme produzieren. "Netflix-Filme wie 'Birdbox', 'The Irishman' oder 'Roma' sorgen bereits seit einiger Zeit international für viel Gesprächsstoff. Und auch in Deutschland bauen wir konsequent das Portfolio an Filmprojekten aus. Letztlich entspricht das doch auch dem Programmbedarf, da man sich ja nicht immer auf eine ganze Serienstaffel einlassen kann, sondern manchmal auch einfach nur gute Unterhaltung für einen Abend sucht", erklärt Kai Finke, Director Content Acquistions & Co-Productions DACH im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de

Außerdem hat Netflix auch Interesse an Filmen, die wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht wie geplant zunächst im Kino ausgewertet werden können. Man sei offen dafür, "Verleihern und Produktionsfirmen in der aktuellen Situation zu helfen", so Finke. "Bei 'Berlin, Berlin' ist uns das bereits gelungen, zumal wir in diesem Fall unseren Zuschauern auch die Serie mit anbieten konnten. Es ist Bewegung im Markt, wie gerade erst wieder die Entscheidung von Disney zu 'Mulan' gezeigt hat." 
dh
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