"Fernsehgarten"

ZDF prüft Schummelvorwürfe gegen Moderatorin Andrea Kiewel

Stein des Anstoßes: das Gewinnspiel-Duell im "ZDF-Fernsehgarten", das mit Gleichstand gewertet wurde.
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Stein des Anstoßes: das Gewinnspiel-Duell im "ZDF-Fernsehgarten", das mit Gleichstand gewertet wurde.
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Bei einem Gewinnspiel in der Sendung "ZDF-Fernsehgarten" ist es am vergangenem Sonntag möglicherweise nicht ganz mit rechten Dingen zugegangen. Das ZDF prüft zurzeit Schummelvorwürfe gegen die Moderatorin Andrea Kiewel, wie der Sender am Montag auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.
In der Mittagsshow hatten zwei Kandidaten um ein Auto im Wert von 40 000 Euro gespielt. Der spätere Verlierer, ein Mitarbeiter des ZDF, trat dabei stellvertretend für eine Zuschauerin am Telefon gegen eine Frau aus dem Publikum an. Mehrere Zuschauer wollen gesehen haben, dass Moderatorin Kiewel den Sieger nicht korrekt ermittelt habe. Sie machten ihrem Ärger auf der Facebook-Seite der Sendung Luft. Vom Sender hieß es, man werde "das selbstverständlich nochmal genau überprüfen und gegebenenfalls korrigieren".

Das Video zur Sendung, das zwischenzeitlich nicht in der Mediathek abrufbar gewesen ist, zeigt das Gewinnspiel. Die beiden Kandidaten sollten ein mit Knoten versehenes Seil aus einem durchsichtigen Plastikgefäß ziehen. Auf dem Plastikgefäß war eine Kugel platziert, die dabei nicht herunterfallen durfte. Wer nach einer Minute die meisten Knoten aus dem Gefäß ziehen konnte, sollte gewinnen. Das Video zeigt, wie Moderatorin Kiewel nach dem Spielende Gleichstand verkündete: Beide hätten sechs Knoten herausgezogen. Zu sehen sind bei dem männlichen Kandidaten allerdings neun.

Bei der anschließenden Aufgabe sollte die Küstenlänge Deutschlands geschätzt werden. Wie das Video zeigt, hatte die Kandidatin nach dem Ende der vorgegebenen Zeit keine Kilometer-Angabe aufgeschrieben. Moderatorin Kiewel gewährte ihr daraufhin eine Chance - die Frau lag mit geschätzten 200 Kilometern dann näher an den 2983 tatsächlichen Kilometern dran als ihr Gegner. Er hatte sich auf 8800 Kilometer festgelegt. Somit gewann die Frau das Auto. dpa


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