Europawahl

Das sind die wichtigsten Info-Quellen für junge Wähler

Am Sonntag stimmen auch die Deutschen über Europa ab.
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Am Sonntag stimmen auch die Deutschen über Europa ab.
Die Europawahl geht in die heiße Phase - in Großbritannien und der Niederlande sind die Wahllokale bereits geöffnet, am Sonntag wird auch hierzulande gewählt. Unter den jungen Deutschen, also den 18- bis 34-Jährigen, will jeder Zweite seine Stimme abgeben, wie eine aktuelle Umfrage von Appinio zeigt. Die Marktforschungsplattform hat auch die Informationsquellen der jungen Wähler abgefragt: Traditionelle Medien sind demnach kaum mehr relevant.
Wie die Appinio-Untersuchung zeigt, informieren sich die 18- bis 34-jährigen Deutschen im Vorfeld der Wahl am liebsten über den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Befragung wurde durchgeführt, bevor der Wahl-O-Mat vor wenigen Tagen zwangsweise abgeschaltet wurde. Das Verwaltungsgericht Köln hatte am Montag in einer Eil-Entscheidung beanstandet, dass der Wahl-O-Mat kleinere Parteien benachteilige, später wurde dann auf Initiative des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Nordrhein-Westfalen in Münster mit der Partei "Volt Deutschland" eine außergerichtliche Einigung erzielt und das Tool wieder online gestellt.


Die zweitwichtigste Informationsquelle der jungen Wähler sind die offiziellen Wahlprogramme der Parteien. Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, sich dort aus erster Hand über die Positionen von CDU, SPD und Co schlau zu machen. Nicht weniger relevant sind für sie zudem Gespräche mit Freunden, Bekannten und der Familie. Erst auf Rang 4 folgen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Für die Untersuchung hat die Hamburger Firma Appinio 2003 junge Deutsche befragt. Die Ergebnisse sind laut Appinio bevölkerungsrepräsentativ.

Die wichtigsten Info-Quellen für junge Wähler in Deutschland

Quelle: Appinio, befragt wurden 2003 Deutsche im Alter von 18 bis 34 Jahren


Traditionelle Medien spielen als Informationsquelle im Vorfeld der Europawahlen nur eine untergeordnete Rolle für die jungen Deutschen. Das Radio (17 Prozent), die Online-Auftritte von Zeitungen und Magazinen (22 Prozent) sowie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften (12 Prozent) finden sich weit unten im Ranking. Immerhin: Über das Fernsehen informiert sich noch jeder dritte Befragte. ron

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