"Endlich ein eigenes Gesicht"

Funke holt Dirk Wiedenmann als Vermarktungschef

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Nach Ströer und Bauer heuert Dirk Wiedenmann im Januar bei Funke an
© Jonas Holthaus / Funke
Nach Ströer und Bauer heuert Dirk Wiedenmann im Januar bei Funke an
Wiedersehen in Essen: Dirk Wiedenmann wird wie erwartet Vermarktungschef der Funke Mediengruppe, und zwar bereits ab Januar. Der Posten wird in dieser Form neu geschaffen – und das nicht ohne Grund.
Mit Wiedenmann holt Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo, der früher selber 25 Jahre bei Bauer wirkte, nach der Marktforschungsstrategin Catherin Anne Hiller einen zweiten früheren Bauer-Manager erneut direkt in seine Berichtslinie. Die Installation dieses Postens dürfte auch damit zusammenhängen, dass bei dem Essener Verlagskonzern im kommenden Jahr wohl eine Neuordnung der Vermarktung ansteht: Media Impact, der gemeinsame Vermarkter von Axel Springer (75 Prozent) und Funke, steht als Joint Venture vor der Auflösung. Funkes Zeitschriften-Portfolio dürfte an Burda mandatiert werden, die Zeitungsvermarktung stärker in Eigenregie, via Score Media oder andere Kooperationen erfolgen. Dies alles muss jemand koordinieren: Wiedenmann.


„Mit ihm wird die Vermarktung bei Funke zum ersten Mal ein eigenes Gesicht bekommen – endlich!“, sagt Schoo. Für die Werbekunden ergäben sich nun „ganz neue Möglichkeiten“ mit gebündelten Produkten im regionalen sowie nationalen Markt.

Der studierte Agraringenieur Wiedenmann leitete zuletzt seit 2014 bei Bauer die Anzeigen- und Onlinevermarktung; seit 2018 war er zudem Mitglied der deutschen Geschäftsleitung und auch für das hiesige Digitalgeschäft verantwortlich. In diesem Sommer verließ er Bauer. Zuvor war der heute 55-Jährige ab 2009 Deutschlandchef von Ströer. Seine Karriere startete der Rheinländer 1990 im Vertrieb, Handelsmarketing und später Media bei Effem, damals das deutsche Tochterunternehmen von Mars. Im Jahr 2000 wurde Wiedenmann Deutschland- und später Europa-Geschäftsführer der Agentur Initiative Media (IM). rp
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