Edelman Trust Barometer

Vertrauen in Owned Media massiv gestiegen

Das Vertrauen in klassische Medien ist nach wie vor hoch
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Das Vertrauen in klassische Medien ist nach wie vor hoch
Die Investitionen vieler Unternehmen in eigene Kommunikationskanäle scheinen sich auszuzahlen. Das Vertrauen in Owned Media ist sprunghaft angestiegen. Das geht aus dem Edelman Trust Barometer hervor. Am höchsten ist nach wie vor das Vertrauen in traditionelle Medien, während Onlinemedien skeptischer gesehen werden. 
In Deutschland liegt das Vertrauen in traditionelle Medien bei 68 Prozent und damit stabil auf Vorjahresniveau. Das zeigen bislang unveröffentlichte Daten des Edelman Trust Barometers für den deutschen Markt. Das Vertrauen in Onlinemedien ist dagegen von 54 auf 48 Prozent deutlich gesunken. Signifikant angestiegen ist der Wert für Owned Media, also von Unternehmen selbst betriebene Medienkanäle. 2018 vertraute nur jeder Vierte diesen Inhalten. In der aktuellen Umfrage ist dieser Wert auf 43 Prozent nach oben geschnellt. Am geringsten ist das Vertrauen in Social Media, wobei der Wert trotz der Skandale des vergangenen Jahres von 27 Prozent auf 32 Prozent gestiegen ist. 
Das Vertrauen in klassische Medien ist stabil
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Das Vertrauen in klassische Medien ist stabil
Im internationalen Vergleich ist das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in klassische Medien mit 68 Prozent vergleichsweise groß. In Europa vertrauen im Schnitt lediglich 60 Prozent den Inhalten von Rundfunk und Presse, in den USA und Kanada immerhin 65 Prozent. In Soziale Medien vertraut dagegen sowohl in Deutschland als auch in Europa und Nordamerika nur rund jeder Dritte. 


Insgesamt ist das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs leicht gestiegen. Allerdings ist die Bevölkerung in Deutschland generell eher skeptisch: Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nur auf Platz 21 von 26 Ländern. Besonders bedenklich: Die Schere zwischen informierter und breiter Öffentlichkeit wird größer: In Deutschland erreicht die informierte Öffentlichkeit einen Vertrauensindex von 60 Punkten, während die breite Öffentlichkeit auf nur 42 Punkte kommt. Damit liegt der Unterschied bei 18 Punkten: Höher war der Unterschied in Deutschland noch nie. dh
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