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Das virtuelle Panel bestand aus Mirijam Trunk, Carsten Achterfeld, Lars Peters und Frank Bachér
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Welche Herausforderungen die Podcast-Vermarkter noch meistern müssen

Das virtuelle Panel bestand aus Mirijam Trunk, Carsten Achterfeld, Lars Peters und Frank Bachér
Podcasts werden durch die weiter steigenden Reichweiten auch für die Werbevermarktung zunehmend interessant. Das wurde beim Panel Online-Audio-Monitor der Dmexco deutlich. Allerdings steckt die Vermarktung in vielerlei Hinsicht noch in den Kinderschuhen - vor allem die Kleinteiligkeit des Marktes stellt die Vermarkter und Mediaplaner vor Herausforderungen. 
von David Hein Freitag, 25. September 2020
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Aktuell gibt es in Deutschland schätzungsweise rund 40.000 Podcasts. Frank Bachér vom Audio-Vermarkter RMS verglich Podcasts daher mit "auditiven Fachzeitschriften". Diese Vielfalt eröffne gerade einem traditionellen Radio-Vermarkter ganz neue Möglichkeiten: "Wir sehen ein sehr großes Interesse der Werbekunden", betonte der Geschäftsleiter Digitale Medien von RMS. "Wir können Kunden hier ganz neue Umfelder anbieten, wie zum Beispiel Technik-Themen." 


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Die große Vielfalt mache aber die Mediaplanung aktuell noch sehr kompliziert, dämpfte Carsten Achterfeld, Executive Director Audio & OOH Investment bei Publicis Media die Euphorie der Audio-Macher ein wenig. Es gebe sehr viele, sehr spezielle Podcasts - das mache die Planung aktuell noch sehr zeitaufwändig und schwierig. Allerdings seien Podcasts ein "tolles Angebot für spezielle Zielgruppen".

„Pocast-Hörer sind sehr tolerant gegenüber Werbung, wenn sie gut gemacht ist.“
Mirijam Trunk
"Die Bündelung der Reichweite ist für uns die Herausforderung", räumte RMS-Mann Bachér ein. Die RMS arbeite daher daran, die technische Voraussetzungen für eine Aussteuerung der Werbung nach Zielgruppen zu schaffen. Noch dominieren in der Podcast-Vermarktung native Werbeformen. Für Podcasts sprächen zudem eine hohe Durchhörrate und die gute Werbewirkung. "Pocast-Hörer sind sehr tolerant gegenüber Werbung, wenn sie gut gemacht ist", betonte auch Mirijam Trunk, Geschäftsführerin der Bertelsmann Audio Alliance. "Pocast-Werbung ist sehr effektiv. Sie bleibt im Kopf und im Herz." Auch die oftmals sehr intime Nutzungssituation  - viele Nutzer hören Podcasts zum Beispiel zum Einschlafen oder bei Tätigkeiten im Haushalt - sind ein Pluspunkt von Podasts. "Wir haben hier eine komplett neue, intime Nutzungssituation", sagte Publicis-Media-Manager Achterfeld. "Man kann die Zielgruppe hier ganz anders ansprechen." 


Insgesamt war sich das von Spotify-Manager Lars Peters moderierte Panel aber einig, dass im Podcast-Markt und in der Vermarktung noch ganz viel Musik steckt. 
Bertelsmann-Managerin Mirijam Trunk ist sich sicher: "Die Zielgruppe ist noch unfertig. Es gibt hier noch viel Potenzial." dh
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