Digitalisierung

Warum Journalismus ohne Technologie keine Zukunft hat

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KI schürt Ängste, Entwickler stoßen auf Vorbehalte. Was braucht es, um die Digitalisierung in Verlagen voranzutreiben? Drei Konferenzen lieferten dazu Einsichten von Springer-Chef Mathias Döpfner, Richard David Precht, Carsten Knop (FAZ), Astrid Meier (Xing) und der Journalistin Anita Zielina.
Vielleicht wäre es besser, gar nicht erst von Künstlicher Intelligenz zu reden. „KI macht Angst“, sagt beim VDZ Tech Summit Sebastian Stiller, Professor für Mathematik an der TU Braunschweig. Beim Content-Gipfel der Group M wiederum sagt Richard David Precht: KI sei etwas sehr Abwertendes. Ob Beethoven Content produziert habe, als er seine Sinfonien komponierte? Oder Goethe, als er den Faust schrieb? Der Philosoph sagt, er arbeite nicht monatelang an einem Buch, damit das hinterher einer Content nennt. Aber, klar, so feinfühlig sei eine KI freilich nicht, „darüber sollten wir uns Gedanken machen“.

Mit dem VDZ Tech Summit, dem Content-Gipfel und dem Media Tech Hub gab es allein in der vergangenen Woche drei Konferenzen rund um Content-Technologie. Das Thema, darin sind sich alle einig, könnte über nicht weniger als die Zukunft des Journalismus entscheiden, mindestens aber über Wohl und Wehe der Verlage. Die hohe Priorität von Content Tech erklären könnte man auf die sanfte Tour – Mathias Döpfner wählt den anderen Weg.

„Ich sehe schon die Gefahr, dass ein Großteil der traditionell analog geprägten Verlagshäuser und Medienmarken über die nächsten Jahre verschwinden könnten. Das ist an sich auch noch nichts Schlimmes. Wichtiger ist, wie viele neue digitaljournalistische Projekte entstehen.“
Mathias Döpfner

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