Digitalgeschäft als Treiber

Spiegel rechnet 2021 wieder mit Wachstum

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Beim Spiegel geht es wieder bergauf
© Imago / Chris Emil Janßen
Beim Spiegel geht es wieder bergauf
Die Spiegel-Gruppe rechnet nach einem Umsatzrückgang im ersten Corona-Jahr nun für 2021 wieder mit steigenden Einnahmen. Der Gesamtumsatz werde in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 20 Millionen Euro über dem des Vorjahres liegen, teilte das Medienhaus am Mittwoch in Hamburg mit. Ein Treiber ist der Ausbau des digitalen journalistischen Geschäfts. Mit dem Bezahlangebot SPIEGEL+ werde der Verlag um mehr als 10 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr wachsen. "Für das Jubiläumsjahr 2022 geht das Unternehmen von einem weiteren Wachstum aus." Das Nachrichtenmagazin erschien zum ersten Mal am 4. Januar 1947, bald ist das 75 Jahre her.
2020 sanken die Umsätze wegen der Corona-Krise. Medienhäuser hatten mit einem Rückgang von Werbeanzeigen zu kämpfen. Bei der Spiegel-Gruppe lag der Umsatzrückgang bei 11 Millionen Euro, der Gesamtumsatz lag bei 256,4 Millionen Euro. Beim Jahresüberschuss hatte es damals zugleich ein Plus um fast 5 Millionen Euro (25,5 Millionen Euro) gegeben.

Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass sagte: "75 Jahre nach seiner Gründung steht der "Spiegel" journalistisch wie wirtschaftlich hervorragend da." Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs sei die stabile Umsatzentwicklung im klassischen Handel. Wachstumsmotor bleibe das Digital-Geschäft mit deutlichen Steigerungen bei den Vertriebserlösen. "Die publizistische Kraft des "Spiegel" und die Investition in das Lesergeschäft sind die wichtigsten Bausteine für Stabilität und Wachstum in unserem Verlag."
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Die verkaufte Auflage des Nachrichtenmagazins lag im dritten Quartal 2021 nach Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) bei 695 910 Exemplaren. Das entspricht im Vergleich zum dritten Quartal 2020 einem Plus von gut 6 Prozent. dpa
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