Die Vorwürfe gegen den Bild-Chef

Reichelts Fehler und die Rache der Gegner

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Mann gegen Mann: Julian Reichelt (links) und Benjamin von Stuckrad-Barre
© imago / Norbert Schmidt / teutopress
Mann gegen Mann: Julian Reichelt (links) und Benjamin von Stuckrad-Barre
Wird Julian Reichelt nach seiner Freistellung als Bild-Chefredakteur zurückkehren? Auf keinen Fall, hoffen seine Gegner. Seine Unterstützer setzen darauf, dass er als Geläuterter zurückkehrt. Muss Bild sich neu erfinden, mit oder ohne Reichelt? Für Axel Springer stellen sich kritische Fragen. Aufschlussreich ist, wer zum Compliance-Verfahren beigetragen hat.

Im Frühsommer vergangenen Jahres fand auf Bitten von Benjamin von Stuckrad-Barre ein Termin statt, an dem neben ihm und seiner Freundin, einer bei Bild geschassten Ex-Mitarbeiterin, Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner und Julian Reichelt teilnahmen. Stuckrad-Barre ist in den Neunziger Jahren als "Popliterat" berühmt geworden, später hat er in seinem Buch "Panikherz" die eigene Drogen- und Entzugskarriere verarbeitet. Den Springer-Oberen stellte er nun seinen Plan vor, das Image von Reichelts Bild aufzupolieren. Zu der Kampagne gehörten Videos, die etwa bei Instagram verbreitet werden sollten. Der Vorschlag wurde abgelehnt.


Neun Monate später hat sich Stuckrad-Barres Rolle ins Gegenteil verkehrt. Er ist es nämlich, der seit Tagen wahlweise als "ehemaliger Springer-Autor" oder "schriftstellernder Pop-Journalist", aber immer ohne Nennung seines Namens durch die Medien geistert.

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