dfv Mediengruppe

Unsere Stärke liegt im Verbund

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Sönke Reimers, Sprecher der dfv Geschäftsführung (l.), und dfv Geschäftsführer Markus Gotta
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Sönke Reimers, Sprecher der dfv Geschäftsführung (l.), und dfv Geschäftsführer Markus Gotta
Die dfv Mediengruppe, zu der auch HORIZONT gehört, fasst ihre Fachmedien für die Hotel- und Gastronomiebranche in einer neuen Verlagseinheit zusammen. Der dfv Matthaes Verlag zieht dabei von Stuttgart nach Frankfurt am Main um. Sönke Reimers, Sprecher der dfv Geschäftsführung, und dfv Geschäftsführer Markus Gotta über die Hintergründe.

Der Matthaes Verlag in Stuttgart blickt auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. Wird er jetzt ein Opfer der Corona-Pandemie?
Sönke Reimers: Wir geben zwar den Standort Stuttgart auf, der Verlag und seine Titel werden aber gerade deshalb in Frankfurt am Main in unsere Organisation integriert, damit sie auch die nächsten Jahrzehnte erfolgreich sind.



Markus Gotta: Durch den Zusammenschluss der ahgz – Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung mit unseren Gastronomischen Fachmedien in Frankfurt setzen wir gezielt auf unsere Verbund-Stärken: Wir haben dann eine einzigartige Marktposition als führender Fachmedienanbieter in der für unser Haus wichtigen Hotel- und Gastronomiebranche.

Hotellerie und Gastronomie sind vom Corona-Lockdown im Frühjahr besonders betroffen worden, sie leiden auch jetzt noch unter den Folgen. Trifft die Krise der Branche auch die Fachmedien der Branche?
Gotta: Wir sind sehr eng mit der Branche verbunden, wir gewinnen und wir verlieren gemeinsam. Aber man muss differenzieren: Das Leser- und Userinteresse ist in der Krise besonders groß, entsprechend sind die Vertriebserlöse stabil und die Digital-Abos sogar wachsend. Deutliche Einbußen haben wir in der Werbevermarktung als auch den Veranstaltungen zu verzeichnen.


Welche Folgen hat die Pandemie insgesamt für die Titel der dfv Mediengruppe?
Reimers: Sehr unterschiedlich, unser Flaggschiff, die Lebensmittel Zeitung, und unsere Rechtstitel – um ein paar Beispiele zu nennen – kommen sehr gut durch das Jahr, ein Fachtitel für die Tourismus- Branche leidet naturgemäß viel stärker.

Generell waren Fachmedien in den vergangenen Jahren erfolgreicher als etwa Tageszeitungen und Print-Magazine. Gilt das auch nach der Corona-Krise?
Gotta: Ja, davon sind wir überzeugt.

Reimers: Gerade erst haben wir eine eigene Studie erhoben, mit dem Ergebnis, dass vier von fünf Lesern unsere Fachtitel unbedingt für ihr berufliches Fortkommen brauchen. Wir sind also ganz nah bei unseren Zielgruppen.

Wird die dfv Mediengruppe im nächsten Jahr wieder an das erfolgreiche Jahr 2019 anknüpfen können? Oder hinterlässt Corona nachhaltige Spuren?
Reimers: 2021 holen wir wieder auf, aber erst ab 2022 rechnen wir damit, die Folgen der Pandemie zu überwinden.

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