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Uwe Storch geht Konfrontationen nicht aus dem Weg
Ferrero
Deutscher Medienkongress

Speaker-Update: Storch, Prakash, Klämt

Uwe Storch geht Konfrontationen nicht aus dem Weg
Er dürfte der einflussreichste Media-Manager Deutschlands sein: Uwe Storch, Mediachef bei Ferrero. Als Stellvertretender Vorsitzender der OWM tritt er immer wieder wichtige Debatten los und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Auch beim Deutschen Medienkongress in Frankfurt (22. und 23. Januar) dürfen sich die Gäste auf Klartext vom erfahrenen Mediastrategen  freuen. Weitere spannende Speaker in Frankfurt: Achill Prakash, Head of Marketing and Communications Swisscom, und Moritz Klämt, Global Director Digital & E-Commerce Henkel.
von Klaus Janke Donnerstag, 10. Januar 2019
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Dass es immer noch keine Konvergenzwährung für die Nutzung von TV und Youtube gibt, liegt Uwe Storch schwer im Magen. Unermüdlich treibt er als Interessenvertreter der Werbekunden die Komitees AGF und Agof an, hier endlich Fakten zu schaffen – nicht selten mit deutlichen Worten: „Es ist unfassbar, dass zwei JICs so träge sind und ein solches Beharrungsvermögen haben“, kritisierte Storch im vergangenen Sommer in einem vielbeachteten HORIZONT-Gespräch. „Ich frage mich, wie lange die Geldgeber noch zwei Systeme bezahlen wollen.“



DMK 2019

Der 11. Deutsche Medienkongress findet am 22. und 23. Januar 2019 in der Alten Oper Frankfurt statt. Das zweitägige Branchentreffen liefert News, Trends und Inspiration von Unternehmenslenkern, Querdenkern und kreativen Köpfen aus Unternehmen, Medien und Agenturen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT Award an die Männer und Frauen des Jahres 2018. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses. Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 1399 Euro. Ab dem dritten Teilnehmer eines Unternehmens gibt es 50 Prozent Rabatt. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT Award. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2019 sind HORIZONT und dfv Conference Group.

Storchs Worte haben in der Branche auch deshalb Gewicht, weil er als Head of Media bei Ferrero seit 2008 ein immenses Werbebudget verantwortet. Schon 1989 heuerte er beim Süßwarenhersteller an, arbeitete unter anderem im Trade Marketing, als Verkaufsleiter Rewe und als Key Account International. 2000 wurde er Mitglied der Verkaufsdirektion Frankfurt, es folgten Stationen als Head of Business Unit Supermarkt und Head of Sales Planning & Controlling – Storch kennt den Konzern also in- und auswendig. In Frankfurt diskutiert er mit Andreas Prasse, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb beim Werbevermarkter Wall, über die Zukunft der Out-of-Home-Werbung.

Achill Prakash hat bei Swisscom viel vor
© Swisscom
Achill Prakash hat bei Swisscom viel vor
Achill Prakash hat seine Karriere wechselfreudiger gestaltet: Bevor er 2017 als Head of Marketing and Communications beim Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom einstieg, war er unter anderem als Global Head of Strategy für das Werbenetzwerk Dentsu Aegis in London tätig. Zudem hat Prakash eigene Firmen gegründet: 2012 ging seine Strategie-Beratungsfirma Midnight October an den Start. 2016 folgte das Taschen-Label Alvener, bei dem er auch für das Design verantwortlich zeichnet.


Bei Swisscom bohrt Prakash gleich dicke Bretter: Er macht sich für die Einführung agiler Arbeitsweisen stark, denn: „Die Entwicklung von Marken, Organisationen und Menschen darf in einer immer dynamischeren Welt nicht statisch organisiert sein“, wie er kürzlich im HORIZONT-Interview betonte. Zudem hat Prakash für Swisscom eine neue Marken-Vision entwickelt und ein Design-Polish durchgeführt. In diesem Jahr folgt ein neues Kommunikationsmodell, in dem inspirierendes Content Marketing eine wichtige Rolle spielen soll. In Frankfurt diskutiert der Markenstratege beim „CMO Talk“ mit Martell Beck (Berliner Verkehrsbetriebe), Jessica Claar (Mastercard) und Stefan Hüttemeister (Kaufland) über „Die Marketingwelt im Wandel“.

FMCG-Konzerne gelten als Spätstarter in puncto E-Commerce. Dafür geben sie aber jetzt umso mehr Gas, vor allem Henkel: 2016 gab der Konzern das Ziel aus, den weltweiten Umsatz über digitale Plattformen bis 2020 zu verdoppeln – auf dann 4 Milliarden Euro. Die beschleunigte Digitalisierung des Geschäfts, der Organisation und der Prozesse ist eine der Säulen des Megaprojekts „Henkel 2020+“.

Moritz Klämt treibt die Digitalisierung bei Henkel voran
© Henkel
Moritz Klämt treibt die Digitalisierung bei Henkel voran
Vorangetrieben wird die Offensive vor allem von Moritz Klämt, Global Director Digital & E-Commerce. Bevor er 2017 zu Henkel kam, war der gelernte Diplom-Kaufmann zunächst zwölf Jahre für Beiersdorf im Einsatz, zuletzt als Chef von Skin Care (Nivea) für Deutschland. Danach wechselte er zur Kosmetik-Firma Yves Rocher und im Anschluss zu Twitter Germany. Beim Deutschen Medienkongress tauscht sich Klämt im „Face to Face“-Gespräch mit Matthias Schrader, CEO SinnerSchrader  und Managing Director Accenture Interactive ASG Lead, aus.

Weitere spannende Gäste erweitern aktuell das Line-Up des Kongresses, unter anderem Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Christoph Schwenicke, Verleger Cicero und Monopol, und Sven Bieber, Head of Sales Germany Spotify.

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