Deutscher Medienkongress

Speaker-Update: Resch, Figge, Krug

Peter Figge landet einen Treffer bei Vodafone
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Ein breites Spektrum illustrer Namen ziert die Speaker-Liste des Deutschen Medienkongresses 2019. Unter anderem sind beim Branchentreff in Frankfurt (22. und 23. Januar) Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Peter Figge, CEO Jung von Matt, und Stern-Chefredakteur Christian Krug dabei – Männer, die für viel Gesprächsstoff sorgen dürften.

Jürgen Resch

Jürgen Resch ist Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
© Steffen Holzmann
Jürgen Resch ist Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
Millionen deutscher Diesel-Fahrer, die Autokonzerne und viele Politiker reagieren gereizt auf den Namen Jürgen Resch. Mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) kämpft er seit vielen Jahren gegen Diesel-Abgase. Unter anderem wies die DUH Autoherstellern nach, dass ihre Diesel-Fahrzeuge bis zu 25 Mal höhere Stickoxid-Mengen ausstoßen als erlaubt. Vor allem aber erstritt die DUH Diesel-Verbote, die möglicherweise 2019 in diversen Großstädten in Kraft treten werden. Obwohl die Bundesregierung das durch höhere Grenzwerte verhindern will, ist Resch zuversichtlich:  "Wir werden in 2019 das Recht auf ,Saubere Luft‘ in allen Städten durchsetzen, die Gerichte werden die Aufweichung der Grenzwerte ignorieren." 


Resch, in den Medien als "umstrittener Abmahner" (FAZ) und "Diesel-Hasser" (Bild) tituliert, kam 1986 zur DUH. Schon zwei Jahre später stieg er zum Bundesgeschäftsführer auf. Der heute 58-Jährige setzte sich zunächst für klassische Umweltschutz-Themen wie Gewässerreinhaltung, Erhaltung der Artenvielfalt, die Energiewende und Recycling ein. Später kam das Engagement gegen die Emissionsbelastung in den Innenstädten hinzu. Resch spricht  beim Deutschen Medienkongress eine Keynote zum Thema "Umweltpolitik im Streit der Interessen".

Peter Figge

Peter Figge landet einen Treffer bei Vodafone
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Mit Peter Figge ist einer der profiliertesten Werbemanager Deutschlands zu Gast in Frankfurt. Als CEO und Partner leitet er die Geschicke von Jung von Matt, einer der meistausgezeichneten unabhängigen Agenturgruppen weltweit. Mit 18 Agenturen und 1200 Mitarbeitern international tätig, wurde sie 2018 in Cannes zur "Independent Agency of the year" gewählt. 

Figge beschäftigte sich schon in seiner Zeit bei Agenturen wie KNSK, Proximity und Tribal DDB stark mit Digitalisierungsstrategien, was bei seinem Amtsantritt 2010 an der Spitze von Jung von Matt für Verwunderung sorgte: Ausgerechnet ein Digitalexperte sollte nun Deutschlands kreativste Agentur leiten? Mit dem Stellenwert, den digitale Projekte heute auch im Geschäft der Werbeagenturen haben, hat sich die Frage von selbst beantwortet. Heute ist Figge nach einem Umbau der Führungsspitze Alleinvorstand der Agenturgruppe – mit den entsprechenden Gestaltungsmöglichkeiten. In Frankfurt hält er eine Keynote mit dem Titel "Werben & Verkaufen – Über Aufmerksamkeit, Merkwürdigkeit und Merkfähigkeit". 
DMK 2019

Der 11. Deutsche Medienkongress findet am 22. und 23. Januar 2019 in der Alten Oper Frankfurt statt. Das zweitägige Branchentreffen liefert News, Trends und Inspiration von Unternehmenslenkern, Querdenkern und kreativen Köpfen aus Unternehmen, Medien und Agenturen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT Award an die Männer und Frauen des Jahres 2018. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses. Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 1399 Euro. Frühbucher-Tickets sind bis zum 31. Dezember zum reduzierten Preis von 899 Euro erhältlich. Darüber hinaus gibt es bei einer Anmeldung ab dem dritten Teilnehmer eines Unternehmens 50 Prozent Rabatt. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT Award. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2019 sind HORIZONT und dfv Conference Group.

Christian Krug

Christian Krug ist Chefredakteur des Stern
© Gruner+Jahr
Christian Krug ist Chefredakteur des Stern
Zur Riege der deutschen Top-Journalisten gehört Christian Krug, seit 2014 Chefredakteur des Stern. Das Flaggschiff von Gruner + Jahr hat in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert – und im Laufe der Zeit hat sich viel an der Arbeitsweise der Redaktion geändert: Sie muss auf einen immer schnelleren Informationsfluss reagieren, auf  Blitzumfragen, Twitter-Feeds und Fake News. "Es ist und bleibt die Aufgabe von Reportern, Stoff für die Debatten der Zeit zu liefern", sagte Krug im Sommer gegenüber HORIZONT. Dazu seien zwingend Informationen notwendig, "denen man als Leser trauen kann". Qualitätsmedien wie der Stern könnten den Verlauf gesellschaftlicher Diskurse auch heute noch beeinflussen, "davon bin ich nach wie vor überzeugt". 


Krug, heute 52, heuerte 1989 als Inlandskorrespondent beim Stern an, in der Folge arbeitete er dort unter anderem als Reporter und als Stellvertretender Ressortleiter Kultur und Unterhaltung. Von 2000 bis 2008 fungierte er bei der Verlagsgruppe Milchstraße unter anderem als Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Max. Es folgten Stationen als Chefredakteur der Lufthansa Magazinfamilie, Editorial Direktor bei G+J Corporate Editors und als Chefredakteur von Gala. Beim Kongress diskutiert Krug über eine brisante Frage: "Versagt die Medienelite?" kj 

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