Deutscher Medienkongress

Speaker-Update: Hulbert, Matyka, Beck

Vera Hulbert verschreibt der Marke Triumph mehr Haltung
© Triumph
Vera Hulbert verschreibt der Marke Triumph mehr Haltung
Alles neu bei Triumph: Collective Empowerment heißt das Zauberwort, mit dem die Schweizer Wäschemarke mehr weibliches Selbstbewusstsein fordert – ein beeindruckender Schwenk im Marketing.  Umso spannender, Vera Hulbert, Markenstrategin bei Triumph, beim Deutschen Medienkongress 2019 zu erleben. Ebenfalls angesagt haben sich Dominik Matyka, der neue Macher der Dmexco, und Martell Beck, Bereichsleiter Vertrieb, Digitalisierung und Marketing  bei den Berliner Verkehrsbetrieben.

"Together We Triumph" – unter diesem Slogan versendet Triumph in diesem Jahr ganz neue Botschaften. Im Mittelpunkt steht nicht mehr Produktwerbung, sondern Unabhängigkeit, Stärke und Collective Empowerment unter Frauen. Die internationalen TV-Spots zeigen große und kleine Alltagsmomente, in denen Frauen andere Frauen unterstützten. Dabei ist bis auf einen Sport-BH keine Unterwäsche zu sehen. "Wir erreichen unsere Kundinnen auf einer tieferen Ebene, weil wir sie hören und in den Mittelpunkt stellen", sagt Vera Hulbert, Senior Brand Marketing Manager DACH bei Triumph. "Heute ist die Botschaft des weiblichen Empowerments unglaublich relevant." 



Vera Hulbert kennt sich aus mit Markenführung: Ab 2010 war sie fünf Jahre lang als Marketing-Direktorin für Chanel Österreich tätig. Dann zog es sie in die USA, wo sie Mitglied des Global Digital Strategy Teams der Harvard Business School in Cambridge wurde. Im Rahmen eines Projekts zur Marketingstrategie für Cartier Parfums kehrte sie nach Europa zurück und heuerte im Dezember 2017 bei Triumph in München an. In Frankfurt diskutiert Vera Hulbert mit Kai Diekmann (Journalist und Unternehmer), Thomas Strerath (Strerath Institute) und Tim Alexander (Deutsche Bank) über "Medienkonsum und Marken". 

Dominik Matyka

Dominik Matyka gibt Gas bei der Weiterentwicklung der Dmexco
© Dmexco
Dominik Matyka gibt Gas bei der Weiterentwicklung der Dmexco
Die Dmexco spricht man jetzt D-M-Exco aus, auf dem Podium wird konsequent geduzt, und auch inhaltlich setzte die Kölner Digitalmesse in diesem Jahr viele neue Akzente – weg von Tech-Overkill und Buzzword-Dropping, hin zu sachlichen Diskussionen der wirklich relevanten Themen. Dass der Neustart der Dmexco auf viel positive Resonanz stieß, ist nicht zuletzt Dominik Matyka zu verdanken. Er kam im Januar 2018 als Chief Advisor an Bord und verantwortet die Themenfelder Strategy & Conference. Matyka gründete unter anderem die in mehr als 20 Ländern agierende Native-Advertising-Plattform Plista, die er bis 2015 auch als CEO führte. Außerdem war er an der Gründung mehrerer Startups beteiligt und ist heute als Angel-Investor und Berater tätig. 
DMK 2019

Der 11. Deutsche Medienkongress findet am 22. und 23. Januar 2019 in der Alten Oper Frankfurt statt. Das zweitägige Branchentreffen liefert News, Trends und Inspiration von Unternehmenslenkern, Querdenkern und kreativen Köpfen aus Unternehmen, Medien und Agenturen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT Award an die Männer und Frauen des Jahres 2018. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses. Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 1399 Euro. Frühbucher-Tickets sind bis zum 31. Dezember zum reduzierten Preis von 899 Euro erhältlich. Darüber hinaus gibt es bei einer Anmeldung ab dem dritten Teilnehmer eines Unternehmens 50 Prozent Rabatt. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT Award. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2019 sind HORIZONT und dfv Conference Group.

Matyka will auch weiterhin für frischen Wind bei der weltweit führenden Messe und Konferenz für die digitale Wirtschaft sorgen. Unter anderem soll eine individualisierte Content-Plattform entstehen, die auch vermarktet wird. "Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Perfektionist bin", sagt der Digitalexperte. "Meine Devise lautet immer: Um 100 Prozent zu erreichen, muss man 120 Prozent anstreben." In Frankfurt darf man sich auf Matyka im Talk mit HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz freuen. 

Martell Beck

Martell Beck hat die Berliner Verkehrsbetriebe zur Lovebrand gemacht
© BVG
Martell Beck hat die Berliner Verkehrsbetriebe zur Lovebrand gemacht
Wie macht man originelle Werbung für den öffentlichen Nahverkehr? Die Berliner Verkehrsbetriebe  (BVG) haben es mit der Kampagne "#weilwirdichlieben" vorgemacht. Diese löste 2015 zunächst einen Shitstorm aus. Aber dann war es die Reaktion der BVG, die den Effekt ins Positive drehte: Der Song "Ist mir egal" wurde zum viralen Hit, das Unternehmensimage verbesserte sich deutlich. Dazu trug auch eine Kooperation mit Adidas bei, das Sneaker mit integriertem BVG-Jahresticket verkaufte. Die Kampagne wurde seither mit über 60 nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter ein Goldener Cannes Lion und zahlreiche ADC Nägel. 

Angeschoben hat all das Martell Beck, Bereichsleiter Vertrieb, Digitalisierung und Marketing bei der BVG. Er arbeitete bis 2008 für die Deutsche Bahn, unter anderem als Leiter Marketingstrategie und Planung, und dann als Vertriebs- und Marketingleiter bei der Stuttgarter Straßenbahn AG. Seit 2012 ist er für die BVG im Einsatz, er identifiziert unter anderem Stellhebel zur Umsatzsteigerung, entwickelt Konzepte für digitale Tarife und feilt an der Marke BVG. "Authentisch sein kann auch heißen, selbstreflektiert und selbstironisch zu sein", sagt Beck, der im Frühjahr vom Art Directors Club (ADC) als Kunde des Jahres ausgezeichnet wurde.  Beim Deutschen Medienkongress diskutiert er mit Stefan Hüttemeister (Kaufland) und anderen CMOs über die "Marketingwelt im Wandel". 


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