Deutscher Medienkongress

Geballtes Know-how fürs neue Jahrzehnt!

Julian Reichelt will Bild zur erfolgreichen TV-Marke machen
© Axel Springer
Julian Reichelt will Bild zur erfolgreichen TV-Marke machen
Das nächste Jahr fängt ja gut an: Am 29. und 30. Januar findet in Frankfurt der Deutsche Medienkongress 2020 statt. Es geht um die drängenden Fragen, die die Branche beim Aufbruch in die 20er-Jahre beschäftigen: Wie wichtig sind Verantwortung und Haltung? Wie arbeiten wir in Zukunft?  Und natürlich: Wie steht’s um die Konjunktur? Als Keynote-Speaker mit von der Partie: Julian Reichelt, der Mann, der bei Bild ziemlich viel vorhat.

Reichelt, seit 2018 Bild-Chefredakteur,  ist zurzeit der unbestrittene Top-Journalist bei Axel Springer. Im Zuge des harten Sparkurses im Konzern wird er Anfang 2020 noch mehr zu sagen haben. Die Redaktionen von Bild und Bild am Sonntag werden unter Leitung des 39-Jährigen zusammengelegt, Reichelt steuert künftig alle Boulevardtitel des Hauses, neben Bild und BamS auch B.Z.. Aber das ist noch nicht alles: Bild wird sein Angebot an Live-Videos deutlich ausbauen und den Sprung ins Fernsehen wagen. Springer will viel Geld in die Hand nehmen, um sein Flaggschiff auch zu einer TV-Marke zu machen.



Reichelt wird garantieren, dass der Bild-Geist dabei hundertprozentig erhalten bleibt. Schon seine Eltern arbeiteten bei Bild, er selbst absolvierte dort bereits als Gymnasiast ein Praktikum. 2004 stieg er als Reporter ein, 2014 wurde er Chef von Bild.de, drei Jahre später Vorsitzender Bild-Chefredaktionen. Sein Credo: "Bild war und ist immer nah bei den Menschen. Die Leser als Helden des täglichen Lebens stehen im Mittelpunkt der Marke."

Dass Sky-Moderatorin Jessica Libbertz früher nicht richtig an sich geglaubt hat, mag viele verwundern. In ihrem aktuellen Bestseller-Buch "No Shame" beschreibt sie, wie sie ihren Kampf gegen das Schamgefühl und ihre vermeintliche Unzulänglichkeit gewonnen hat. Sehr überzeugend stellt sie dar, wie diese Selbsteinschätzung uns immer wieder hindert, glücklich und erfolgreich zu sein: "Wir sind nicht gut genug, haben zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig geschlafen, nicht genügend oder falsche Freunde, wir arbeiten nicht genug oder haben nicht genug Freizeit", so Libbertz. "Es reicht nie."


Leider regiert die Scham-Kultur auch in den deutschen Unternehmensetagen:  "Wir sind Weltmeister im Perfektionismus und in der German Angst", sagt die 45-Jährige. "Das führt natürlich dazu, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter anhalten, keine Fehler zu machen." Es hemme zudem Innovationen. In Frankfurt wird Libbertz erklären, wie Teamwork angstfrei und schamfrei gelingen kann. Stammgäste des Deutschen Medienkongress haben sie übrigens schon live erlebt – 2018 und 2019 als Moderatorin.

Jessica Libbertz fordert eine Führungskultur ohne "German Angst"
© Sky
Jessica Libbertz fordert eine Führungskultur ohne "German Angst"
Reichelt und Libbertz sind nur zwei der hochkarätigen Speaker, auf die man dieses Mal gespannt sein darf. Angesagt haben sich bislang auch Ulrike Handel (Dentsu Aegis Network Deutschland), Tijen Onaran (GDW Global Digital Women), die TV-Moderatorin Nina Ruge, Christian Seifert (DFL), Uwe Storch (Ferrero/OWM) und Michael Trautmann (thjnk/Upsolut Sport).

Der Kongress wird einmal mehr in der Alten Oper in Frankfurt stattfinden. Auf der Agenda stehen Themen rund um Kommunikation, Markenführung und Digitalisierung, aber auch Fragestellungen zu Politik und Gesellschaft, Verantwortung und Arbeiten. Zu Gast sind Entscheider aus werbungtreibenden Unternehmen, Medienhäusern und Agenturen, dazu Top-Journalisten, Vermarkter, Tech-Gurus und Innovationstreiber.

Das Themenspektrum spiegelt sich in den verschiedenen Event-Formaten wider: Auf der Main Stage geht es um die großen Visionen, Perspektiven und Szenarien. Haltung und Verantwortung spielen die Hauptrolle auf der Purpose Stage. Auf der Voice Stage spricht die Marke. Die Future Of Work Stage präsentiert Ideen zur Arbeit der Zukunft. Und die Media- und Experience-Stage bietet Raum für Best Cases und Innovationen der Mediengattungen.

DMK 2020
Der 12. Deutsche Medienkongress findet am 29. und 30. Januar 2020 in der Alten Oper Frankfurt statt. Das zweitägige Branchentreffen liefert News, Trends und Inspiration von Unternehmenslenkern, Querdenkern und kreativen Köpfen aus Unternehmen, Medien und Agenturen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT Award an die Männer und Frauen des Jahres 2019. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses. Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 999 Euro (zzgl. Mwst.). Early-Bird-Tickets sind bis zum 18. Oktober zum reduzierten Preis von 799 Euro (zzgl. Mwst.) erhältlich. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT Award. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2020 sind HORIZONT und dfv Conference Group.

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