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Die Direktbank ING hat mit D-Force eine der ersten Addressable-TV-Kampagnen umgesetzt
D-Force
Dataxu-Studie

Nachfrage nach Addressable TV steigt rasant

Die Direktbank ING hat mit D-Force eine der ersten Addressable-TV-Kampagnen umgesetzt
Addressable TV ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die TV-Vermarkter. Auch die Kunden messen dem Thema hohe Bedeutung bei. Eine aktuelle Studie von Dataxu, einem Anbieter von programmatischer Marketing-Software, liefert nun Zahlen zur Nachfrage nach den entsprechenden Umfeldern.
von David Hein Mittwoch, 11. September 2019
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Mit der zunehmenden Verbreitung und Reichweite von Smart-TVs und Streaming-Diensten steigt auch die Attraktivität von Connected TV für die Werbewirtschaft. So gaben 64 Prozent der befragten Unternehmen und Mediaagenturen an, bereits in Connected TV beziehungsweise OTT-Services zu investieren. Addressable-TV-Inventar haben schon 54 Prozent gekauft, wobei die Mediaagenturen mit 65 Prozent hier eine Vorreiterrolle einnehmen. 


Große Einigkeit herrscht bei den Marktteilnehmern, dass die Investitionen in digitale Videowerbung in den kommenden Jahren stark steigen werden. Die Investitionen in Video-on-Demand werden nach Einschätzung der Werbekunden und Agenturen in den kommenden Jahren um 36 Prozent steigen, die Budgets für OTT-Dienste um 29 Prozent und für Addressable TV um rund 27 Prozent. 
Unternehmen und Agenturen wollen ihre Investitionen in Addressable TV steigern
© Dataxu
Unternehmen und Agenturen wollen ihre Investitionen in Addressable TV steigern
"Advanced TV strotzt geradezu vor Möglichkeiten. Da Verbraucher die neuen Formate in zunehmendem Maße nutzen, müssen Werbungtreibende sich den Herausforderungen stellen, die daraus für ihren Targeting-Ansatz resultieren", erklärt Mike Shaw, Vice President International von Dataxu. "Insgesamt ist es erfreulich zu sehen, wie optimistisch sowohl Mediaagenturen als auch Marken das große Advanced-TV-Potenzial angehen – auch für die Sender verheißt das Gutes in einem von Wandel geprägten Umfeld." 

Die Voraussetzungen für Targeting im großen Stil über den klassischen Fernseher sind mittlerweile gegeben. Mit der steigenden Verbreitung von Smart-TVs ändert sich auch das Fernsehverhalten der Deutschen. Zwar entfallen immer noch 54 Prozent des TV-Konsums auf das lineare Fernsehen, kostenpflichtige Dienste wie Netflix und Prime Video machen aber inzwischen fast ein Drittel (29 Prozent) des TV-Konsums aus, Smart-TV-Applikationen wie Mediatheken kommen auf 9 Prozent. 
Die Nutzung von Video-on-Demand-Diensten steigt
© Dataxu
Die Nutzung von Video-on-Demand-Diensten steigt
Wenig überraschend: Je jünger die Zuschauer, desto geringer ist der Anteil des traditionellen Fernsehkonsums. Während bei den 18- bis 24-Jährigen nur noch 34 Prozent des TV-Konsums auf lineares Fernsehen entfallen, sind es bei den Ab-66-Jährigen noch 84 Prozent. Bei den kostenpflichtigen Diensten haben Netflix und Amazon Prime Video klar die Nase vorn: 43 beziehungsweise 38 Prozent der Befragten nutzen die beiden US-Streaming-Dienste, Sky haben lediglich 9 Prozent. 


Immerhin zwei Drittel der Befragten nutzen einen oder mehrere kostenpflichtige TV-Dienste, wobei die Mehrheit (58 Prozent) einen oder zwei Anbieter abonniert hat. Jeder Dritte (33 Prozent) nutzt noch keinen kostenpflichten Streaming-Dienst. 
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