Corporate Publishing

Was Verlage riskieren, wenn sie Redaktionen für Werbeproduktion einspannen

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Unter einem Dach: Inwieweit sollten sich Corporate Publisher bei den Redaktionen der Publikumstitel bedienen?
© Illustration: Dominique Rossi für HORIZONT
Unter einem Dach: Inwieweit sollten sich Corporate Publisher bei den Redaktionen der Publikumstitel bedienen?
Schnelles Geld, späte Quittung: Immer mehr Verlage rüsten auf fürs Geschäft mit Content Marketing und Corporate Publishing. Und greifen dafür auf vorhandene Ressourcen zurück - verständlich und sinnvoll, bis zu einer bestimmten Grenze. Doch je „agiler“ die Verlage auch die Redaktionen ihrer Publikumsmedien für Auftragsarbeiten einspannen, desto mehr riskieren sie langfristig.

Das branchenweite Staunen über die Gemeinschaftsfirma der Bauer Media Group mit Serviceplan (inklusive der unbekümmerten Vereinnahmung der Bauer-Redaktionen) war noch nicht verklungen, da kündigte auch Wort & Bild ein Joint Venture mit einem Dienstleister an, mit der Looping Group. Bereits im vergangenen Jahr schlüpfte unter dem Dach der Ganske-Gruppe der Corporate-Publishing-Dienstleister Hoffmann und Campe X beim Jahreszeiten Verlag unter (oder umgekehrt), während auch Condé Nast ein neues „Set-up“ vorstellte.


Selbst wenn sich die Wege unterscheiden: Die Verlage suchen neue Erlöse nicht nur durch die Weiterverwertung vorhandener Inhalte, sondern auch durch die Nutzung redaktioneller Ressourcen für Auftragsproduktionen. Auch die Fragen sind ähnliche: Entspricht eine allzu enge – weil eben auch organisatorische – Verflechtung von „unabhängigem“ Presse-Publishing mit abhängigem Corporate Publishing den guten Sitten im Journalismus?

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