Corona Consumer Report

Diesen Medien vertrauen die Deutschen in der Coronakrise

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Die Corona-Krise beherrscht die Medien. Websites werden aber seltener genutzt als zu Beginn der Pandemie
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Die Corona-Krise beherrscht die Medien. Websites werden aber seltener genutzt als zu Beginn der Pandemie
Das Fernsehen ist für die meisten Deutschen in der Coronakrise der wichtigste Informationskanal. Das geht aus einer Befragung des Marktforschungs-Start-ups Appinio hervor. Online-Nachrichtenportale verlieren seit Beginn der Pandemie dagegen an Bedeutung, auch das Vertrauen in Onlinemedien ist gesunken. Dafür werden Freunde und die Familie als vertrauenswürdige Quellen wichtiger. 
Der mit Abstand meistgenutzte Medienkanal, um sich über die Coronakrise zu informieren, ist das Fernsehen. Laut dem "Corona Consumer Report" von Appinio informieren sich drei Viertel der Deutschen in den Fernsehnachrichten über die Pandemie und ihre Folgen. Dabei ist der Wert seit dem Beginn der Befragungen Mitte März - Appinio erhebt wöchentlich neue Daten, um Zeitverlaufsdaten abbilden zu können - stabil geblieben.


Online-Nachrichtenseiten sind nach TV die zweitwichtigste Quelle, allerdings ist die Nutzung von Websites innerhalb der vergangenen drei Wochen von 60 Prozent auf 52 Prozent zurückgegangen. Auch die Nutzung von Radiosendern ist von 51 Prozent auf 46 Prozent gesunken. Freunde, Familie und Bekannte werden dagegen wieder häufiger zu Rat gezogen: Jeder Dritte informiert sich in seinem persönlichen Umkreis über die Coronakrise. Erstaunlich gering ist der die Wert für Printmedien (16 Prozent). 

Die Nutzungshäufigkeit korelliert stark mit dem Vertrauen, das die Befragten den einzelnen Informationskanälen entgegenbringen: Am höchsten ist das Vertrauen in das Fernsehen (67 Prozent), gefolgt von Online-Nachrichtenportalen (40 Prozent/-2 Prozentpunkte) und dem Radio (40 Prozent). Rückläufig ist das Vertrauen in die Websites der Bundesrepublik (37 Prozent/-4 Punkte) und der Bundesländer (36 Prozent/-4 Punkte). Das Vertrauen in Freunde und Familie ist dagegen auf 20 Prozent gestiegen - in der Krise wird das persönliche Umfeld offensichtlich wichtiger. 
Für den "Corona Consumer Report" wurden in der ersten Welle 2500 personen von 16 bis 65 Personen per App über einen Online-Fragebogen befragt. In den weiteren Befragungswellen wurden jeweils 1000 Personen befragt. dh
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