Cord-Cutting in den USA

Kein Baseball? Kein Soccer? Kein Abo!

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In den Zeiten ohne Live-Sport kündigen in den USA viele Menschen ihre TV-Abos
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In den Zeiten ohne Live-Sport kündigen in den USA viele Menschen ihre TV-Abos
Cord-Cutting ist ein gefährlicher Trend, der sich in den von Pay-TV-Anbietern geprägten USA während der Corona-Krise beschleunigt. Denn ohne Live-Sport-Events laufen den Kabel- und Satelliten-TV-Anbietern die Kunden davon. Eine Bestandsaufnahme.
Normalerweise säßen Sport-Fans in den USA jetzt mit Bier und Hotdogs im Stadion oder daheim vor den Fernsehern, um live mit ihren Lieblingsteams zu fiebern. Doch in diesem Frühjahr gibt es Corona-bedingt auf amerikanischem Boden weder Baseball noch Soccer, Basketball oder Eishockey. Die Major Leagues vieler massenattraktiver Sportarten haben ihre Saisons entweder vorzeitig beendet, den Start auf den Sommer oder Herbst verschoben oder sie fallen gleich ganz aus. Für die Kabel- und Satelliten-TV-Anbieter ist das eine Katastrophe.

Mehr als 40 Millionen US-Amerikaner sind in der Covid-19-Krise mittlerweile arbeitslos und sitzen zu Hause, und es werden wöchentlich mehr. Viele Familien schauen zwar mehr fern als sonst. Eltern parken ihre Kinder, die normalerweise in der Schule oder in der Kita wären, vor der Mattscheibe. Laut Comscore stieg die durchschnittliche Nutzung von Anfang bis Ende März um rund ein Drittel. Doch wo das Geld knapp ist, geht die TV-Rechnung oft nicht mehr auf. Ein Kabel- oder Satelliten-TV-Abo kostet in den USA im Durchschnitt mehr als 100 Dollar im Monat.

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