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ZDF und CBC/Radio-Canada vereinbaren strategische Zusammenarbeit

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In Berlin haben das ZDF und CBC/Radio-Canada eine Vereinbarung über strategische Zusammenarbeit geschlossen
© CBC/Radio-Canada
In Berlin haben das ZDF und CBC/Radio-Canada eine Vereinbarung über strategische Zusammenarbeit geschlossen
Das ZDF und CBC/Radio-Canada haben eine Vereinbarung über ihre strategische Zusammenarbeit geschlossen. Mit dem Partnerschaftsabkommen, das im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin unterzeichnet wurde, soll die Kooperation der beiden öffentlich-rechtlichen Sender gestärkt werden.
Die Eckpunkte der Vereinbarung zielen laut ZDF auf eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Inhalten für lineare und nichtlineare Ausspielwege – sowohl im fiktionalen Bereich als auch im Hinblick auf Live-Events oder Dokumentationen. Darüber hinaus sollen der Austausch und die Verifizierung von Nachrichteninhalten gestärkt werden.


Zu den aktuellen Koproduktionen von ZDF/ARTE und CBC/Radio-Canada zählt unter anderem die vierteilige Dokumentation "Kanada - Literatur im Aufbruch". Darin zeichnen kanadische Schriftsteller und Dichter ein Bild ihres Landes. Viele der Autoren werden in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein, wo Kanada im Oktober 2020 Gastland sein wird.

Das ZDF und CBC/Radio-Canada haben in der Vergangenheit bereits Koproduktionen und Lizenzankäufe gemeinsam umgesetzt. Die Dokumentationen "Unantastbar - Der Kampf für Menschenrechte" mit Claus Kleber (in Koproduktion mit ARTE), "Die Putzkolonnen der Natur", die preisgekrönte Doku "Im Königreich der Pilze" (in Koproduktion mit ARTE und ABC) und der Vierteiler "China" (in Koproduktion mit der New York Times) sind einige Beispiele. Die am 24. Februar 2020 geschlossene Partnerschaft legt den Grundstein für neue Kooperationen zwischen beiden Sendern. "Wir leben in einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt. Als öffentlich-rechtliche Medien haben wir mehr denn je eine Verantwortung dafür, uns für demokratische Werte einzusetzen und unserem Publikum vertrauenswürdige Informationen und kreative, hochwertige Inhalte zu bieten",  so ZDF-Intendant Thomas Bellut bei der Unterzeichnung. Catherine Tait, Präsidentin und CEO von CBC/Radio-Canada, betonte: "Nie war es für öffentliche-rechtliche Medien wichtiger als heute zusammenzuarbeiten, um ihre entscheidende Rolle für starke Demokratien und offenen Gesellschaften zu betonen."


Zusätzlich zur Bekanntgabe der strategischen Partnerschaft der beiden öffentlich-rechtlichen Sender trat Thomas Bellut der "Global Task Force for Public Media" unter dem Vorsitz von Catherine Tait bei. Ziel der 'Global Task Force' sei es laut Tait, als Gruppe schnell mit vertrauenswürdige Nachrichten reagieren zu können, wenn das Fundament der öffentlich-rechtlichen Medien bedroht wird. Neben Thomas Bellut und Catherine Tait gehören David Anderson (Australian Broadcasting Corporation), Delphine Ernotte (France Télévisions), Tony Hall (BBC), Dr. Jim Mather (Radio New Zealand) und Hanna Stjärne (Sveriges Television) zur "Global Task Force for Public Media".

CBC/Radio-Canada ist Kanadas nationaler öffentlich-rechtlicher Sender und spielt nach Angaben des ZDF eine zentrale Rolle bei der Stärkung der kanadischen Kultur. Die vielfältigen Inhalte werden auf Englisch, Französisch und acht indigenen Sprachen angeboten. Zudem werden Sendungen auf Spanisch, Arabisch und Chinesisch sowie in beiden Amtssprachen über Radio Canada International (RCI) verbreitet.
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