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Sabine Wegele ist Head of Content Marketing bei Nayoki
BVDW
Content Marketing

BVDW führt Code of Conduct ein

Sabine Wegele ist Head of Content Marketing bei Nayoki
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft BVDW will das Content Marketing weiter professionalisieren und hat daher einen Code of Conduct erarbeitet. Die Leitlinien sollen einheitliche Standards für die noch junge Disziplin etablieren. Einer der zentralen Punkte: Die klare Kennzeichnung von werblicher Kommunikation. 
von David Hein Donnerstag, 12. Juli 2018
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Erarbeitet wurde der Code of Conduct von der Fokusgruppe Content Marketing des BVDW unter der Leitung von Sabine Wegele, Head of Content Marketing bei der Münchner Agentur Nayoki. "Im Vergleich zu vielen anderen Disziplinen des digitalen Marketings ist Content Marketing sehr individuell, die Arbeitsweisen unterscheiden sich mitunter sehr deutlich", erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Fokusgruppe. Dennoch müsse es Mindeststandards geben, an die sich die Branche hält. Insbesondere die Kennzeichnung von Content-Marketing-Platzierungen sei derzeit nur selten konsequent. "Hier schafft unser Code of Conduct Abhilfe und verpflichtet Dienstleister auf die wesentlichen Eckpunkte professionellen Content Marketings sowie wichtige ethische und rechtliche Grundsätze", erklärt Wegele. 

„Wir betrachten Content Marketing ganzheitlich, kanalübergreifend und crossmedial – nicht fokussiert auf eine Disziplin oder Mediengattung. “
Sabine Wegele
Ein zentraler Punkt des Code of Conduct ist daher eine Kennzeichnungspflicht. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die Agenturen, werbliche Kommunikation auch klar als solche zu deklarieren. Weitere Maßgaben betreffen Bereiche wie Arbeitsweise, Kostenstruktur, Qualität, Messbarkeit und dem Leistungsspektrum der Agenturen. Auf diese Weise wolle man Transparenz und Professionalität sicherstellen.

"Wir betrachten Content Marketing ganzheitlich, kanalübergreifend und crossmedial – nicht fokussiert auf eine Disziplin oder Mediengattung. Und genau das war die größte Herausforderung bei der Konzeption dieser Selbstverpflichtung. Ich freue mich, dass uns die Quadratur des Kreises geglückt ist", betont Wegele. 

Verstöße gegen die Richtlinien werden von einem Beschwerdebeirat geprüft. Zu möglichen Sanktionen macht der BVDW keine Angaben. Bislang haben elf Agenturen den Code of Conduct unterzeichnet, darunter die Branchen-Schwergewichte C3 und Fischer Appelt. Entscheidend für den Erfolg des Regelwerks dürfte sein, ob es dem Digitalverband gelingt, weitere Branchengrößen wie Territory, KNSKB+ oder die erste kürzlich gegründete Axel Springer Corporate Solutions zur Teilnahme zu bewegen. dh


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