Capital-Umfrage

Diese Medienhäuser bilden am besten aus

Bertelsmann bietet laut Capital die beste Ausbildung - und die Konzerntöchter schneiden auch nicht schlecht ab
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Bertelsmann bietet laut Capital die beste Ausbildung - und die Konzerntöchter schneiden auch nicht schlecht ab
Bertelsmann bietet unter den deutschen Medienhäusern die beste betriebliche oder duale Ausbildung. Das ergibt eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins Capital aus dem Hause Gruner + Jahr, der Zeitschriftentochter von Bertelsmann. Und über alle Branchen betrachtet sind die Experten erstaunt über niedrige Budgets für Ausbildungsmarketing.

In allen fünf bewerteten Disziplinen (Betreuung, Lernen im Betrieb, Erfolgschancen, Digitalisierung / Innovation, Ausbildungsmarketing) kassiert Bertelsmann die Höchstpunkzahl – insgesamt 25 Punkte. Es folgen die Konzernsparte Mohn Media, die Rheinische Post und Ströer mit jeweils 21 Punkten, der Bayerische Rundfunk und die Bertelsmann-Tochter Mediengruppe RTL (jeweils 19 Punkte) sowie G+J und Madsack (jeweils 18 Punkte). Punkteabzug gab es hier unter anderem hinsichtlich der Erfolgschancen.



Die Teilnahme der Personalverantwortlichen war freiwillig, daher ergibt die Capital-Studie kein vollständiges Bild der Situation in der Medienbranche. Mitmachen konnten Firmen aller Branchen, die mindestens fünf Auszubildende oder drei duale Studenten beschäftigen. Über 600 Unternehmen vieler Branchen haben einen Katalog mit mehr als 90 Fragen beantwortet.

Die Ergebnisse, bezogen auf alle Branchen: Mehr als die Hälfte der Personaler (52 Prozent) in Deutschland klagen über zurückgehende Bewerberzahlen bei Azubis und den Dualen Studiengängen. Außerdem stellen 70 Prozent der Antwortenden eine abnehmende Qualität der Bewerber fest. Und jeder vierte Personaler bemerkt steigende Ansprüche der Azubis, 22 Prozent berichteten von abspringenden Bewerbern.


Für erstaunlich halten die Studienautoren, wie niedrig angesichts des Bewerberrückgangs die Marketingbudgets in diesem Bereich seien. Laut Capital verfügt die Mehrheit der befragten Personalverantwortlichen nur über ein Budget von unter 30.000 Euro pro Jahr. 10 Prozent können für Ausbildungsmarketing zwischen 30.000 und 60.000 Euro investieren, weitere 6 Prozent immerhin 60.000 bis 100.000 Euro. Über sechsstellige Budgets verfügen lediglich 7 Prozent der Unternehmen.

Die über 600 teilnehmenden Firmen – 431 von ihnen schnitten mit guten oder sehr guten Ergebnissen ab – beschäftigen rund vier Millionen Mitarbeiter sowie 127.000 Azubis und dual Studierende. Der Anteil größerer Unternehmen (darunter etliche Dax-Konzerne) mit mehr als 2000 Mitarbeitern ist mit 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die Studie, nachzulesen in der Capital-Ausgabe 11/2019 (oder hier), hat das Blatt zum dritten Mal mit der Plattform Ausbildung.de und den Personalmarketing-Beratern von Territory Embrace (gehört ebenfalls zu G+J) durchgeführt.
„Die Studie zeigt, dass unbesetzte Ausbildungsstellen kein fernes Zukunftsszenario mehr sind.“
Gero Hesse, Territory Embrace
„Die Studie zeigt, dass unbesetzte Ausbildungsstellen kein fernes Zukunftsszenario mehr sind“, sagt Gero Hesse, Chef von Territory Embrace. Und steht sicherlich gerne für Beratungsgespräche – etwa über höhere Marketingbudgets und ihre Verwendung – bereit. rp

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