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Die Axel Springer Zentrale in Berlin
Foto: ASV
Capital

Axel Springer prüft Übernahme von Ebay Kleinanzeigen

Die Axel Springer Zentrale in Berlin
Axel Springer rechnet eine mögliche Übernahme von Ebay Kleinzeigen durch. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital. Ebay prüft derzeit auf Druck von Investoren den Verkauf der Ebay Classifieds Group (ECG). 
von David Hein Donnerstag, 21. März 2019
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Zu Ebay Classified gehören insgesamt zwölf Marken, darunter das in Deutschland führende Kleinanzeigenportal Ebay Kleinanzeigen und die Autoplattform Mobile.de. In der Branche wird über einen möglichen Verkauf spekuliert, da Ebay auf Druck von zwei Hedgefonds derzeit sein Portfolio überprüft. Laut Capital wird das Unternehmen dabei von Goldman Sachs beraten. 


Für Springer wäre ECG eine gute Ergänzung seines bestehenden Geschäfts mit Anzeigenportalen. Der Bereich Classifieds Media mit Portalen wie Stepstone oder Immowelt hat für Axel Springer wachsende Bedeutung. Das Kleinanzeigengeschäft hatte mit einem Umsatzplus von rund 20 Prozent im vergangenen Jahr maßgeblich zum Wachstum des Konzerns beigetragen. Erst heute hatte die Springer-Tochter Stepstone die Übernahme des Vergütungsanalysten Personalmarkt mit dem Portal Gehaltsvergleich.com bekanntgegeben. "Es ist klar, dass und das interessiert", zitiert Capital einen Springer-Manager. Allerdings wäre die Ebay Classifieds Group selbst für Springer ein ziemlich dicker Brocken. Der Kaufpreis wird auf rund zehn Milliarden Dollar taxiert (rund 8,8 Mrd. Euro). Zum Vergleich: Für Business Insider, eine der strategisch wichtigsten Akquisitionen von Springer in den vergangenen Jahren, bezahlte der Berliner Medienkonzern vor vier Jahren 390 Millionen Euro. Capital spekuliert, dass sich Springer für eine mögliche Übernahme mit einem Finanzinvestor zusammentun könnte. Offiziell teilt Springer auf Anfrage mit, dass man Marktspekulationen grundsätzlich nicht kommentiere. dh
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