Burda Style

Burda baut bei Freundin und Instyle Stellen ab

Die Zentrale von Hubert Burda Media
© Hubert Burda Media
Die Zentrale von Hubert Burda Media
Burda setzt bei seinen beiden Frauenmagazinen Freundin und Instyle den Rotstift an. Insgesamt werden in den Redaktionen der beiden Titel fast 30 Stellen abgebaut. Damit reagiert Burda Style auf sinkende Werbeerlöse und rückläufige Auflagenzahlen. 
Bei Freundin fallen mit 23 Arbeitsplätzen mehr als die Hälfte der aktuell 42 Stellen in der Redaktion weg. Bei Instyle sind vier Redakteure betroffen. Insgesamt werden in beiden Redaktionen also 27 Stellen abgebaut. Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, teilt der Verlag mit. 


"Vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Transformation unserer Branche ist es notwendig, unsere Arbeitsweise zu modernisieren und Kräfte stärker zu bündeln. Ich bedaure sehr, dass wir uns in diesem Zuge von Kolleginnen und Kollegen trennen müssen. Der Umbau ist unabdingbar, um die wirtschaftliche Stabilität der Titel auch für die Zukunft zu erhalten", erklärt Manuela Kampp-Wirtz, Geschäftsführerin von BurdaStyle. 

Beide Titel stehen wirtschaftlich unter Druck. Instyle verlor im 3. Quartal laut den jüngsten IVW-Zahlen 9 Prozent seiner verkauften Auflage (278.639 Exemplare), der Klassiker Freundin lag im gleichen Zeitraum mit 5 Prozent im Minus und verkauft aktuell noch 248.617 Exemplare. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die verkaufte Auflage halbiert.  Damit greift Burda erneut zu drastischen Sparmaßnahmen. Im Sommer gab der Verlag bekannt, dass die Redaktion von TV Spielfilm in Hamburg aufgelöst wird. Seit Oktober liefert die Funke Mediengruppe die Inhalte für die Programmzeitschriften TV Spielfilm, TV Today und TV Schlau zu. Bei Burda kümmert sich lediglich noch ein Kernteam um die Steuerung der drei Zeitschriftenmarken. 53 Mitarbeiter mussten gehen. Ende des Jahres lässt der Verlag auch die Lizenz für die deutschsprachige Ausgabe des Playboy nach 17 Jahren auslaufen. Chefredakteur Florian Boitin und Playboy-Verlagsleiterin Myriam Karsch übernehmen den Titel im Zuge eines Management-Buy-outs. dh
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