Buchverlagsgruppe

Bertelsmann übernimmt auch restlichen Anteil von Penguin Random House

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Thomas Rabe
© Bertelsmann
Thomas Rabe
Nach der Übernahme der restlichen 25 Prozent von Penguin Random House wird Bertelsmann im neuen Jahr alleiniger Besitzer der größten Verlagsgruppe der Welt. Der Konzern kauft dem britischen Mitgesellschafter Pearson Anteile im Wert von umgerechnet rund 605,3 Millionen Euro ab, wie Bertelsmann am Mittwoch in Gütersloh mitteilte.
Die Übernahme, die im zweiten Quartal 2020 vollzogen werden soll, steht noch unter dem Vorbehalt der Behörden. Die deutsche Verlagsgruppe Random House war bislang bereits vollständig im Besitz von Bertelsmann. Sie soll Teil von Penguin Random House mit Sitz in New York werden. Zu der Buchverlagsgruppe gehören dann weltweit mehr als 300 Einzelverlage.


Bertelsmann und Pearson hatten 2013 ihre Verlagsgeschäfte zusammengelegt. Die Gütersloher stockten nach und nach ihre Anteile auf 75 Prozent auf. Mit dem Buchgeschäft machte Bertelsmann 2018 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann und Vorsitzender des Verwaltungsrates von Penguin Random House, bezeichnet den Deal als Meilenstein. "Wir werden alleiniger Eigentümer der größten Publikumsverlagsgruppe der Welt, die mit ihrer kreativen Vielfalt, globalen Marketing-Power und wirtschaftlichen Kraft Maßstäbe setzt. Wir werden Penguin Random House in den nächsten Jahren weiter ausbauen, durch organisches Wachstum und Akquisitionen", so Rabe. Die Transaktion sei für Bertelsmann und seine Aktionäre auch wirtschaftlich attraktiv, da sich der Anteil der Bertelsmann-Aktionäre am Konzernergebnis um mehr als 70 Millionen Euro jährlich erhöhen werde. dpa
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