Bravo Mediennutzungsstudie 2018

Die Generation Z hängt am Smartphone - nutzt aber auch noch TV und Printmedien

Bei der Generation Z geht ohne Smartphone zwar gar nichts - sie nutzen aber auch klassische Medienkanäle
© rawpixel.com / Fotolia
Bei der Generation Z geht ohne Smartphone zwar gar nichts - sie nutzen aber auch klassische Medienkanäle
Ein beliebtes Vorurteil gegenüber der Generation Z ist, dass sie nur noch auf ihr Smartphone starrt und Medieninhalte rein digital konsumiert. Die jährliche Mediennutzungsstudie des Jugendmagazins Bravo und der Bauer Media Group zeigt jetzt allerdings: Dieses einseitige Bild ist nicht ganz richtig. Laut den Ergebnissen der Studie sind die 10- bis 19-Jährigen vielmehr echte Medienprofis und nutzen alle Kanäle.
Demnach ist die Generation Z sowohl im Internet und den sozialen Medien unterwegs, als auch vor den TV- und Radiogeräten. Und sogar Printmedien spielen für die Teenager noch eine Rolle. Während mehr als 80 Prozent der Befragten angeben, Internet, soziale Netzwerke und TV zu nutzen, sind es beim Radio über zwei Drittel (Mädchen: 68 Prozent, Jungen: 65 Prozent).


72 Prozent der Mädchen geben zudem an, regelmäßig Zeitschriften zu lesen. Bei Büchern liegt der Wert bei 67 Prozent. Bei den Jungen liegen die Werte mit 60 (Zeitschriften) beziehungsweise 48 Prozent (Bücher) klar unter denen der Mädchen. Tageszeitungen spielen dagegen eine untergeordnete Rolle: Nur jedes vierte Mädchen und jeder dritte Junge Wert auf die tägliche Print-Berichterstattung.
Zur Studie
Die Umfrage-Ergebnisse der Bravo Mediennutzungsstudie 2018 basieren auf einer Erhebung im Youth Insight Panel der Bauer Media Group, bei der 863 Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 19 Jahren teilgenommen haben. Die Befragung wurde im Januar und Februar 2018 von der Abteilung Research & Consulting der Bauer Media Group durchgeführt.
Für die Generation Z erfüllen die verschiedenen Medienkanäle alle eine unterschiedliche Funktion: Während die Befragten das Fernsehen vor allem für den Konsum aktueller Nachrichten nutzen (Mädchen: 70 Prozent, Jungen: 64 Prozent), kommt das Internet bei Themen rund um Schule, Ausbildung und Beruf zum Einsatz (70 beziehungsweise 66 Prozent). Über Mode (59 Prozent) und Beautythemen (65 Prozent) informiert sich mehr als die Hälfte der Mädchen in den sozialen Medien, gefolgt von Zeitschriften (57 beziehungsweise 52 Prozent). Beide Kanäle sind für über 40 Prozent der Mädchen zudem Informationsquelle Nummer eins für Tipps rund um Ernährung, Fitness und Sport.

Auf Seiten der befragten Jungen spielen die Themenwelten der Mädchen kaum eine Rolle. Vielmehr nutzen mehr als die Hälfte der Jungen das Netz und die sozialen Medien für Informationen über Computerspiele. Jeder Vierte liest Zeitschriften zum Thema Gaming. Die meistgenutzte App der männlichen 10- bis 19-Jährigen ist Whatsapp, gefolgt von Youtube. Instagram und Snapchat folgen auf den Rängen drei und vier. Bei den Mädchen ist die Reihenfolge etwas anders: An der Spitze steht auch Whatsapp, dahinter folgen Instagram, Snapchat und Youtube. Facebook, Twitter und Pinterest spielen bei beiden Geschlechtern dagegen eine stark untergeordnete Rolle.


"Die Bravo-Generation ist zu 100 Prozent digital und mobil unterwegs. Dennoch haben Magazine auch für die digitale Generation Z eine wichtige Bedeutung im Kosmos ihrer Medienkanäle. Zeitschriften sind der Premiumkanal, ein Stück Luxus, für den sie zum Kiosk laufen und ihr Taschengeld ausgeben. Unsere Inhalte in Print sind etwas Besonderes, haben einen besonderen (Mehr-)Wert", fasst Redaktionsleiterin Yvonne Huckenholz die Ergebnisse der Studie zusammen. tt
stats