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Wird der Traum vom grünen Radio wahr?

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Der BR hat die Green-Radio-Studie in Auftrag gegeben
© Bayerischer Rundfunk
Der BR hat die Green-Radio-Studie in Auftrag gegeben
Am Klimawandel und seinen Folgen kommt keiner vorbei. Wenn die Akteure aus Politik, Wirtschaft und NGOs dieses Thema in den Fokus rücken, dann verfolgen sie meist aber auch eigene Interessen. Das ist bei der kürzlich erschienenen Schrift namens "Green Radio" nicht anders. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der Bayerische Rundfunk (BR) haben sie anlässlich des Digitalradiotags am 6. September vorgelegt und werben darin für eine "Energiewende im Radio". Doch dagegen regt sich Widerstand.
Damit meinen sie den Umstieg auf den digitalen Rundfunkstandard DAB+, den sie als Green Radio bezeichnen, weil er weniger Energie für die Programmausstrahlung benötigt als das analoge UKW. "Der Hörfunk muss, wie alle anderen auch, seinen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise und zur Erreichung der Klimaziele leisten", fordern die Autoren des Papiers, das unter der Redaktion des Hörfunkexperten Helmut G. Bauer entstanden ist. Inspiriert wurde er von einer Studie der BBC, die eine ähnliche Fragestellung verfolgte. Laut BLM-Präsident Siegfried Schneider verfolgt die "Green Radio"-Studie das Ziel, "Energie-Einsparpotenziale bei Ausstrahlung und Empfang von Radiogeräten aufzuzeigen". Die Veröffentlichung habe zwar nichts mit der Bundestagswahl zu tun, sagt er. "Sollte sie aber auch in der Bundespolitik für Aufmerksamkeit sorgen, so begrüßen wir dies ausdrücklich."

Dass für den DAB-Sendebetrieb weniger Energie nötig ist als für UKW, wissen die Hörfunkveranstalter zwar schon lange, nun aber erfährt die Fachwelt dazu auch konkrete Zahlen.

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