Boulevardzeitungen

Mopo und B.Z. sparen sich ihre Nachtausgaben

Die Druckauflagen vieler Zeitungen sinken
© zvg
Die Druckauflagen vieler Zeitungen sinken
Die Hamburger Morgenpost und die Berliner B.Z. stellen ihre Nachtausgaben ein. DuMont begründet den Schritt mit der Konzentration auf die digitale Ausgabe der Mopo, eine große Rolle dürften aber auch die Druckkosten spielen: Springer spart durch den einheitlichen Drucktermin für die B.Z. Kosten im sechsstelligen Bereich. 
Bei der Hamburger Morgenpost, die in den vergangenen zehn Jahren mehr als die Hälfte ihrer Auflage eingebüßt hat, gilt ab Juli das Motto "Digital First", wie eine Sprecherin mitteilte. "Um künftig die Inhalte für die Digitalkanäle der "Mopo" optimal produzieren zu können, wird die Arbeitsweise der Redaktion konsequent darauf abgestimmt." Die Umstellung werde von einer E-Paper-Offensive begleitet.


Wegen der Neuausrichtung wird der erste Redaktionsschluss von 18.30 Uhr auf 21.45 Uhr verschoben. Die Nachtausgabe der gedruckten Zeitung, die in Hamburger Kneipen, Restaurants und Bahnhöfen angepriesen wurde, entfällt. Angaben zur Auflage dieser Ausgabe macht der Verlag nicht. Die verkaufte Gesamtauflage des Blattes lag im 4. Quartal 2018 laut IVW bei 50.864 Exemplaren, davon sind 7.866 E-Paper-Ausgaben. 

Auch die B.Z. von Axel Springer beendet ab Mai ihren Frühandruck. Das berichtet Kai-Hinrich Renner für die Berliner Morgenpost. Der Nachtverkauf in Gaststätten wurde bereits zum Jahresbeginn gestoppt. Dem Vernehmen nach spare Springer durch den einheitlichen Drucktermin um 22.15 Uhr einen sechsstelligen Betrag, so Renner. Die Auflage der B.Z. lag im 4. Quartal bei 83.440 Exemplaren - ein Minus um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. dh/dpa
stats