Boulevard-Titel

DuMont wird Alleineigentümer von Düsseldorf-Express

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DuMont will die Marke Express stärken
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DuMont will die Marke Express stärken
Die Kölner Mediengruppe DuMont will ihre Boulevardzeitungsmarke "Express" weiter stärken und übernimmt dazu den "Düsseldorf-Express" komplett. Die Zeitung werde voraussichtlich zum 1. Januar 2021 in die bestehende Struktur von DuMont integriert, teilte die Mediengruppe am Freitag mit.
DuMont hält bereits die Hälfte an der Zeitung, der zweite Gesellschafter ist die Westdeutsche Zeitung GmbH. Bei der lokalen Vermarktung des Düsseldorf-Express will Dumont auch künftig mit der Westdeutschen Zeitung zusammenarbeiten, heißt es. 


"Über 50 Jahre haben WZ und DuMont gemeinsam den Düsseldorf-Express als Plattform für emotionalen Lokaljournalismus für die Region verankert. Der Austausch war stets partnerschaftlich und zielführend. Im Namen von DuMont bedanke ich mich ausdrücklich für die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit“, betont Verlagsgeschäftsführer Carsten Groß. Das Bundeskartellamt muss dem Deal den Angaben zufolge noch zustimmen.

Carsten Fiedler
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Nach Philipp Froben verlässt auch der Express-Chefredakteur den Kölner Verlag

Noch vor wenigen Tagen sprach DuMont-CEO Christoph Bauer in einem Mitarbeitervideo davon, dass die Corona-Krise für den Kölner Verlag "existenzgefährdend" werden könne. Nun spricht er von Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe, auf mehrere Jahre gestreckt, bestätigt die HORIZONT-Nachricht vom Abgang des Geschäftsführers Froben und beruft Carsten Fiedler vom Stadt-Anzeiger zusätzlich zum Express-Chef.

DuMont will mit der kompletten Übernahme nach eigenen Angaben die Weiterentwicklung und Digitalisierung der beiden regionalen Marken "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" (Köln, Düsseldorf, Bonn) unterstreichen. Das Medienhaus hatte im vergangenen Jahr sein Portfolio der Regionalmedien überprüft und sich seit Herbst von insgesamt vier Regionaltiteln getrennt: "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier", "Mitteldeutsche Zeitung" und "Hamburger Morgenpost". Die Mediengruppe kündigte dann im April an, einen Millionenbetrag in die verbliebenen beiden journalistischen Marken zu investieren.
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