Bild-Chefredakteur Julian Reichelt

"Verlogenheit ekelt mich an"

Bild-Chef Julian Reichelt in seinem Büro.
© Björn-Arne Eisermann
Bild-Chef Julian Reichelt in seinem Büro.
Julian Reichelt mag viel Kritik einstecken. Austeilen kann er aber mindestens so gut. Ein Gespräch über Hass, Bigotterie und vergessene Männer der Zeitungsbranche. Außerdem verriet er, welche Songs er in seiner Playlist gespeichert hat.

HORIZONT schrieb im Dezember: „Business Insider ist für Axel Springer die strategisch wichtigste Marke. Früher war das Bild. Das ist vorbei.“ Wie geht die Redaktion, wie gehen Sie als Chefredakteur mit der neuen Situation um? Das ist Ihre Einschätzung, nicht meine. Wir haben bei Bild nicht das Gefühl, unter Liebesentzug leiden zu müssen. Business Insider ist eine international relevante journalistische Marke, wo übrigens auch immer wieder Bild-Geschichten übernommen und so auch in den USA wahrgenommen werden.

Springer baut vor. Bild hat, was die Profitabilität angeht, den Zenit überschritten: Die Anzeigen schrumpfen, auf die Vertriebserlöse zahlen noch 1,4 Millionen Zeitungskäufer und knapp 420000 Digitalabonnenten ein. Wie viel Rückgang bei Print ist verkraftbar, wie viel Wachstum digital machbar?

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