Bilanz

WDR Mediagroup macht trotz Umbau mehr Gewinn

Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup
© WDR Mediagroup
Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup
Die WDR Mediagroup hat ihre erste Bilanz nach dem grundlegenden Umbau vorgelegt. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr zwar zurück, durch das massive Sparprogramm konnte die WDR-Tochter den Gewinn aber steigern. Das Unternehmen hatte im Frühjahr seine Neuausrichtung abgeschlossen. 
Der Umsatz der WDR-Tochter ging im vergangenen Jahr um rund 3 Millionen Euro auf 133,5 Millionen Euro zurück. Der Überschuss stieg dennoch um 1,2 Millionen Euro auf 14,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Ergebnisbeitrag an den WDR lag bei 44,1 Millionen Euro. 


Die WDR Mediagroup hat eine radikale Schrumpfkur hinter sich. Der Umbau war unter anderem wegen der 2016 von der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen beschlossenen Reduzierung der Werbezeiten im WDR-Radio notwendig geworden. Die WDR Mediagroup konzentriert sich nun wieder in erster Linie auf ihr Kerngeschäft, die Vermarktung von Werbezeiten und die Rechteverwertung. Im Zuge der Neuausrichtung trennte sich der Vermarkter von mehreren Geschäftsbereichen, wie zum Beispiel einem Callcenter, einem eigenen Ladengeschäft mit Merchandisingartikeln rund um die "Sendung mit der Maus" und dem Onlinehandel. Mit dem Umbau fielen von zuvor 470 Arbeitsplätzen über 150 Stellen weg, darunter auch mehrere Positionen auf der Führungsebene. 

"Dank unserer konsequent umgesetzten Neuausrichtung und der damit einhergehenden Kosteneinsparungen konnten wir den Jahresüberschuss steigern", erklärt Geschäftsführer Frank Nielebock. "Insgesamt sind wir mit der schlankeren und effizienteren Gesamtstruktur gut aufgestellt. Die gesamte Entwicklung bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen."


"Das Ergebnis zeigt, dass wir mit unserem Portfolio für unsere Kunden und für den WDR ein weiterhin höchst zuverlässiger Partner sind - und ein wichtiger tragender Pfeiler der Radiolandschaft in NRW", ergänzt Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup. "In einem hoch kompetitiven Markt, bei fortschreitender Digitalisierung in einem immer globaleren Wettbewerbsumfeld müssen wir auch künftig genau beobachten, wo die WDR Mediagroup im Markt steht und entsprechend zügig handeln." dh
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