Bilanz

Sky wächst in Deutschland auf 5,2 Millionen Kunden

Sky setzt mit Produkten wie Sky Q auf mehr Umsatz pro Kunde
© Sky Deutschland
Sky setzt mit Produkten wie Sky Q auf mehr Umsatz pro Kunde
Sky hat das Geschäftsjahr 2017/18 mit guten Zahlen abgeschlossen. Der Umsatz des Pay-TV-Konzerns stieg um 5 Prozent auf 13,6 Milliarden Pfund (15,3 Milliarden Euro). In Deutschland konnte Sky noch stärker wachsen - auch weil der Umsatz pro Kunde stieg. Auch bei der Zahl der Abonnenten konnte Sky trotz einer höheren Kündigungsquote zulegen.
Zum 30. Juni, an dem das Geschäftsjahr von Sky endet, verzeichnete der TV-Konzern in Deutschland 5,2 Millionen Kunden - ein Netto-Wachstum um 200.000 Abonnenten. Dabei betont Sky, dass der Umsatz pro Kunde um 2 Euro gestiegen ist. Sky konzentriert sich seit einiger Zeit wieder stärker auf voll bezahlte Abos und gewährt weniger Preisnachlässe. Dadurch stieg die Kündigungsquote zwar auf 15 Prozent, Sky geht aber davon aus, dass sich die Quote im Verlauf des Jahres wieder normalisiert. Der Umsatz pro Kunde ist in Deutschland im Vergleich zu den anderen Sky-Märkten Großbritannien/Irland und Italien vergleichsweise niedrig. 

Die Strategie zeigt Wirkung: Der Umsatz in Deutschland stieg um 6 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf 134 Millionen Euro. Sky begründet dies mit den um 173 Millionen Euro gestiegenen Kosten für die Rechte an der Fußball-Bundesliga. 

Insgesamt machte Sky im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 13,6 Milliarden Pfund (15,3 Milliarden Euro). Das bedeutete ein Plus von fünf Prozent. Der Nettogewinn stieg um 18 Prozent auf 815 Millionen Pfund. "Es war ein außergewöhnliches Jahr", erklärte Konzernchef Jeremy Darroch. Die Zahl der Abonnenten stieg auf rund 23 Millionen. 

Derzeit liefern sich der US-Kabelriese Comcast und Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox ein Wettbieten um Sky. Fox besitzt bereits 39 Prozent an den Briten und bemüht sich schon lange um eine Komplettübernahme. Mit dem Medienkonzern Walt Disney gibt es einen weiteren Spieler in dem Übernahmepoker: Disney will den Großteil des Film- und Fernsehgeschäfts von Fox übernehmen. Beide Konzerne führen schon länger Gespräche darüber. Sollte Fox den Zuschlag für Sky erhalten, so würden die Briten letztlich wohl ebenfalls an Disney fallen. dh/dpa


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