Bilanz 2019

Umbau belastet Ergebnis von Axel Springer

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Mathias Döpfner: "2019 war ein besonderes Jahr"
© Max Threlfall
Mathias Döpfner: "2019 war ein besonderes Jahr"
Axel Springer hat seine bereits Ende Februar vorab veröffentlichten Geschäftszahlen für 2019 nun auch offiziell vorgelegt. Der tiefgreifende Umbau zu einem digitalen Medienkonzern hat die Bilanz des Medienkonzerns im vergangenen Jahr belastet, Umsatz und Gewinn sind zurückgegangen. Auch der Umsatz ging durch Verkäufe zurück. Springer-Chef Mathias Döpfner betont, man habe 2019 die Grundlagen für künftiges Wachstum gelegt. 
Aber zunächst die nackten Zahlen: Der Umsatz des Medienkonzerns ging im vergangenen Jahr auf 3,11 Milliarden Euro zurück (2018: 3,18 Mrd. Euro). Laut Springer ist das Minus vor allem auf Konsolidierungseffekte durch den Verkauf der Leisure-Gruppe, des Onlineportals Aufeminin und der Printaktivitäten in der Slowakei zurückzuführen. Aber auch organisch konnte Springer seinen Umsatz gerade mal so stabil halten (+0,1 Prozent), wobei das Unternehmen das Wachstum der digitalen Medien hervorhebt. Diese legten um 4,8 Prozent zu und erreichten damit einen Anteil am Konzernumsatz von 73,3 Prozent. 


Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf 630 Millionen Euro (Vorjahr: 738 Mio.). Organisch sank das bereinigte Ebitda um 11 Prozent. Dieser deutliche Rückgang sei "zum überwiegenden Teil auf Rückstellungen für die umfangreichen laufenden Restrukturierungsmaßnahmen im Subsegment News Media National zurückzuführen", so Springer. 

Das bereinigte Ebit ging um 21,5 Prozent auf 415 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 528 Mio.), vor allem durch Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Der bereinigte Konzernüberschuss sank auf 264 Millionen Euro, nach 336 Millionen Euro im Vorjahr. Die Dividende sinkt auf 1,16 je Aktie. 


"2019 war für Axel Springer ein besonderes Jahr. Wir haben die Grundlagen für weiteres langfristiges Wachstum in einem anspruchsvollen Marktumfeld gelegt", betont 
Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer: "Jetzt starten wir mit unserem Partner KKR in eine neue Phase. Wir werden zukünftig massiv in digitalen Journalismus und in digitale Rubrikenangebote investieren, um in beiden Feldern weltweit führend zu werden." 

Für das laufende Jahr erwartet Springer erneut einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Für das bereinigte Ebitda geht das Unternehmen aufgrund erhöhter Investitionen in zukünftiges Wachstum von einem weiteren Rückgang im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich aus. Für das bereinigte Ebit erwartet Axel Springer aufgrund erhöhter Abschreibungen einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. dh
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