"Bewerbung um ein Consulting-Mandat"?

So reagiert die Verlagswelt auf Lutz Glandts "Deutsche Medienlogistik"-Vorschlag

   Artikel anhören
BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff (l.) und Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram üben Krititk
© Peter Himsel; Vanessa Maas / Bauer Media Group; Montage: HORIZONT
BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff (l.) und Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram üben Krititk
Zukunftsweisend und zielführend – oder illusorisch bis idiotisch? Die deutsche Verlagsbranche diskutiert den Vorschlag von Lutz Glandt. Der frühere Verlags- und Post-Manager hatte in der vergangenen Woche in HORIZONT eine Art "Deutsche Medienlogistik GmbH" gefordert. Dafür gibt es jetzt mehr Tadel als Lob. Bauers Vertriebschef etwa beklagt zuvor vergebene Chancen – und stellt eine entscheidende Gegenfrage.
In dieser Deutschen Medienlogistik GmbH könnten, so Glandt in der vergangenen Woche, Verlage, Post, an Print- und Beilagenwerbung interessierte Handelsunternehmen sowie Logistiker (auch als Gesellschafter) kooperieren, um alle Zeitungen und Zeitschriften auf der "letzten Meile" dauerhaft effizient in die Briefkästen der Abonnenten und Haushalte zustellen zu können. Unter Einbeziehung und mit Unterstützung der Politik (auch finanziell), der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts.

Dies liefe auf ein offiziell geduldetes Monopol bei der Zustellung abonnierter Zeitungs- und Zeitschriftenhefte hinaus, inklusive Anzeigenblätter – und erinnert damit an das Grundprinzip des Grosso-Systems im Einzelverkauf.

Jetzt kostenfrei registrieren
und 3 H+ Artikel jeden Monat gratis lesen!

Die Registrierung beinhaltet
den täglichen HORIZONT Newsletter.

 
Sie sind bereits registriert?
Der Nutzung Ihrer Daten können Sie jederzeit widersprechen.
Weitere Hinweise finden Sie unter Datenschutz.
stats