Bewegtbild-Währung

Die Agof bittet die AGF zum Tanz - und geht auf Distanz zu Google

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Agof-Vorstand Björn Kaspring
© Agof
Agof-Vorstand Björn Kaspring
Agof oder AGF - wer sollte beim Thema Bewegtbild-Währung den Hut aufhaben? Und: Sollte man die Sache nicht lieber ohne Google durchziehen, weil man mit den US-Plattformen ja doch zu keiner Einigung kommt? Über diese und weitere Themen hat HORIZONT Online mit Agof-Vorstand Björn Kaspring gesprochen.
Woran liegt es, dass sich die Etablierung einer Bewegtbild-Währung, mit der sich die Reichweiten von klassischem Fernsehen und Online-Videos auf Basis einheitlicher Standards miteinander vergleichen lassen, so schwierig gestaltet? Weil die Aufgabe so komplex ist? Sicher, das spielt zweifellos eine Rolle. Dass sich die Sache so quälend lange hinzieht, liegt aber auch an Google und Facebook, denen der Kundenverband OWM jüngst "Hinhaltetaktik" und "politische Manöver" vorwarf.

Aber es gibt auch noch einen dritten Punkt: Der Reformstau bei den deutschen Joint Industry Committees (JICs) AGF, Agof und Agma. Die sollten doch endlich unter einem gemeinsamen Dach (House of JICs) zusammenarbeiten, fordert Klaus-Peter Schulz vom Mediaagentur-Verband OMG.Im Interview mit Horizont Online gibt Björn Kaspring der Debatte jetzt einen neuen Spin. Der Ströer-Manager ist Vorstandsvorsitzender der Agof und formuliert ein paar sehr konkrete Vorschläge. Dazu gehört eine Projektgruppe, die eine Lösung für die unterschiedlichen Auffassungen bezüglich einer Konvergenz-Währung erarbeiten soll. Und wie lange würde das dauern? Kaspring: "Ich bin der Auffassung, dass das innerhalb von sechs bis zwölf Monaten möglich sein sollte."

Herr Kaspring, Klaus-Peter Schulz vom Mediaagentur-Verband OMG hat öffentlich kritisiert, dass es mit dem House of JICs einfach nicht vorangeht. Das hat Ihnen nicht gefallen. Ich bin prinzipiell ein Befürworter eines sogenannten House of JICs. Für mich sind Formalien und Symbolpolitik aber nicht der wesentliche Kern der Idee. 

Na ja, Schulz hat ja schon ein paar sehr konkrete Vorstellungen. Er fordert unter anderem ein gemeinsames Büro, ein gemeinsames Projekt-Management und sogar die Gründung einer eigen Service GmbH. Das ist schon mehr als nur eine Symbol-Diskussion. Ich finde das, was Klaus-Peter Schulz sagt, gut und nachvollziehbar.

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