Den Anfang machte Jan Böhmermann. Am Freitagabend sprach der Comedian in seiner ZDF-Sendung "
Neo Magazin Royale" erstmals, wenn auch vermeintlich nur am Rande, von einem Compliance-Verfahren gegen Bild-Chef Julian Reichelt. Kurz darauf stiegen die Journalisten Stefan Niggemeier und Friedrich Küppersbuch raunend mit ein. Nutzer von sozialen Medien, allen voran Twitter, folgten den zahlreichen Anspielungen mit einer Mischung aus Neugierde, Häme und Verachtung bis hin zu Aggressivität. Schließlich war es der Spiegel, der am Montagnachmittag von Vorwürfen schrieb, denen sich Reichelt in einem Compliance-Verfahren stellen müsse. Um den Sachverhalt von einer unabhängigen Seite aufklären zu lassen, hätten Springer und der
Compliance Officer des Verlags, Florian von Götz, die Kanzlei Freshfields eingeschaltet.
Das Verfahren läuft wohl schon einige Tage länger, ein Ergebnis könnte bereits im Laufe dieser Woche vorliegen. Nun hat sich Springer unter dem Druck der Öffentlichkeit erstmals im Intranet gegenüber den Mitarbeitern geäußert.