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Business Insider Deutschland verleibt sich Gründerszene ein

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Jakob Wais (l.) und Romanus Otte führen künftig auch die Geschäfte von Gründerszene
© Dominik Tryba
Jakob Wais (l.) und Romanus Otte führen künftig auch die Geschäfte von Gründerszene
In der Start-up-Szene genießt das Online-Magazin Gründerszene einen guten Ruf. Doch nun ist Schluss mit der Eigenständigkeit. Die Marke bleibt erhalten, zieht aber mitsamt der Redaktion und Teilen der Vertical Media GmbH unter das Dach des reichweitenstärkeren Business Insider Deutschland. Ein neuer Standort wird gesucht.
Am Montagmorgen erhielten die rund 15 Redakteure von Gründerszene die Nachricht. Bald werden sie umziehen. Wohin, das steht noch nicht fest, wohl aber, dass sie künftig unter einem Dach mit Business Insider Deutschland arbeiten werden. Axel Springer wird die beiden Redaktionen zusammenführen. Alex Hofmann bleibt Chefredakteur der Gründerszene. Geschäftsführer werden jedoch Romanus Otte und Jakob Wais, die beiden Chefredakteure und Geschäftsführer von Business Insider Deutschland.


Die internationale Marke Business Insider gilt strategisch als wichtigste Wachstumsmarke für Axel Springer. Entsprechend wurde der deutsche Ableger zuletzt ausgebaut: Die Redaktion zog im vorigen Jahr von Karlsruhe nach Berlin, die Führungsspitze wurde ausgetauscht, die Recherche verstärkt.

Nun soll Business Insider Deutschland die spitze Zielgruppe von Gründerszene zugutekommen, sowohl in der Vermarktung als auch journalistisch. Für Gründerszene sei es laut Springer von Vorteil, wenn die Themen aus der Start-up-Szene durch die Verbreitung via Business Insider einer breiteren Zielgruppe zugänglich würden: "Die Marke Gründerszene bleibt als eigenständige Marke bestehen und wird von der Reichweite und dem internationalen Netzwerk von Business Insider profitieren."


Gründerszene erschien seit 2010 bei der Vertical Media GmbH, die wiederum seit 2014 ein Tochterunternehmen der Axel Springer SE ist. Zuständig dafür war im Vorstand bisher Stephanie Caspar. Durch den Wechsel unter das Dach von Business Insider wandert Gründerszene automatisch in den Verantwortungsbereich von Jan Bayer, Vorstand News Media International. Er sagt: Wir sind überzeugt, dass von der Zusammenlegung sowohl Business Insider Deutschland als auch Gründerszene journalistisch und wirtschaftlich profitieren.“ 

Otte und Wais sagen zu der Zusammenführung der beiden MarkenGründerszene hat in seiner Zielgruppe bereits viel von dem erreicht, was wir mit Business Insider Deutschland anstreben: Wir wollen die beliebteste Medienmarke für Young Professionals in Deutschland werden.

Wie viele der 50 Mitarbeiter des bisherigen Gründerszene-Verlags Vertical Media am Ende tatsächlich übernommen werden, ist offen. Das gilt auch für die Vermarktung. Vertical Media hat ein eigenes Sales-Team, Business Insider Deutschland dagegen gehört zum Portfolio von Media Impact. Fest steht lediglich, dass die Jobbörse und die Veranstaltungen von Gründerszene unter dem Dach von Business Insider Deutschland auch am neuen und dann gemeinsamen Standort fortgeführt werden.
usi
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