ARD-Programmdirektor

Volker Herres gibt sein Amt im April 2021 auf

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Volker Herres ist seit 2008 ARD-Programmdirektor
© ARD/Herby Sachs
Volker Herres ist seit 2008 ARD-Programmdirektor
Volker Herres, seit 2008 Programmdirektor der ARD, zieht sich Ende April 2021 und damit ein halbes Jahr vor Ablauf seines Vertrags zurück. Nach zwölf Jahren im Amt sei der richtige Moment für seinen Rückzug gekommen. Wer auf den langjährigen Programmchef des ARD-Gemeinschaftsprogramms folgt, steht noch nicht fest. 
"Zwölfeinhalb Jahre in einem Amt, das kaum Zeit für anderes lässt, 38 Jahre öffentlich-rechtlicher Rundfunk, davon der Großteil in wechselnden Führungsfunktionen, sind, finde ich, genug. Ich möchte den richtigen Moment zwischen zu früh und zu spät erwischen. Und den sehe ich dann gekommen", teilt Herres, 63, zur Begründung für seinen Rückzug mit. 

Bis zu seinem Ausscheiden wolle er noch den Umbau der Programmdirektion von einer "Steuerungseinheit" für das lineare Gemeinschaftsprogramm Das Erste zu einer Abteilung begleiten, die auch das Angebot der ARD-Mediathek steuert. "Diese Weichenstellung ist mit Etablierung des Channel-Managements und der Berufung von Florian Hager zu meinem Stellvertreter gelungen. Wir arbeiten daran, für beide Ausspielwege eine integrierte Planung zu etablieren mit dem Ziel, neben dem Ersten gleichwertig einen für möglichst viele Nutzer attraktiven Abruf- und Streamingdienst anzubieten. Das will ich noch bis ins nächste Jahr begleiten", betont Herres. 

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Im November 2008 war Herres als Nachfolger von Günter Struve Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens geworden. Vielen Zuschauern ist Herres auch bekannt als Moderator der Sonntags-Gesprächsreihe "Presseclub" im Ersten und auf Phoenix, die er im Wechsel mit dem Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung beim WDR, Jörg Schönenborn, moderiert. Den "Presseclub" soll er laut ARD weiterhin moderieren. Außerdem werde er der ARD weiterhin beratend zur Seite stehen.

"Ich bedaure die Entscheidung von Volker Herres. Im Namen der ARD möchte ich Danke sagen für seine Lebensleistung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit", sagt der amtierende 
ARD-Vorsitzender Tom Buhrow. "Er war Chefredakteur und Programmdirektor des NDR und ist seit 2008 Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. 'Seinen' Sender hat er als Qualitätsprogramm und Informationssender Nummer Eins in Deutschland mitgeprägt und jüngst auch den digitalen Umbau mit der ARD-Mediathek vorangetrieben. Dafür gilt ihm mein größter Respekt - und ich wünsche viel Kraft für den 'Endspurt'!" dh, dpa
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