ARD Medienlese

Das Erste bietet Sicherheit - aber nichts Neues im Programm

Volker Herres bei der ARD-Medienlese
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Volker Herres bei der ARD-Medienlese
Volker Herres erlebt „ein brisantes Jahr“ - und erwartet, dass es auch so weiter geht: Am Vorabend der größten Klimademonstration, die es bislang in Deutschland gab, wenige Wochen nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen und wenige Wochen vor den Wahlen in Thüringen betont der Programmdirektor von Das Erste bei der jährlichen ARD-Medienlese den Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen für die Demokratie - und geht dann doch lieber gleich auf die hoffentlich fröhlicheren und vor allem reichweitenstärkeren Themen ein: Die Uefa Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr und die Olympiade sowie Paralympics in Tokio.

Jahre mit sportlichen Großereignissen sind in der Regel gute Jahre für die ARD, die sich mit Spannung vor allem auf die EM vorbereitet: Erstmals wird sie europaweit ausgetragen, 24 Mannschaften treten in 12 Städten an, bevor es am 12. Juli 2020 zum Endspiel in London kommt. Übrigens mit Brexit oder ohne. Für die übertragenden Anstalten auf jeden Fall eine Herausforderung.



Für diesen Herbst, in dem sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal jährt, hat Programmchef Herres aber auch noch ein Thema im Gepäck, die enger mit dem demokratischen Auftrag verbunden sind: Den Doppelagententhriller „Wendezeit“ mit Petra Schmidt-Schaller in der Hauptrolle und produziert von Oliver Berben.

Ansonsten setzt Das Erste weiter auf Bewährtes, ganz nach dem Motto „Never change a running program“ baut der Sender nach „In aller Freundschaft“ auch „Wapo Bodensee“ zur Markenfamilie aus und spendiert ab 2020 „Wapo Berlin“.


Auch im Vorabend, der nun endlich seit Jahren stabil ist, geht es weiter, wie gewohnt: 150 neue Folgen von „Wer weiß denn sowas“ sind produziert. Erneuerung immerhin steht beim Boulevard-Magazin „Brisant“ an: Die Prominews gibt es bald an sieben Tage die Woche, es bekommt noch einen Sendeplatz am Sonntag.

Damit erfüllt der Blick ins Programm so ganz, was Elke Schneiderbanger, Geschäftsführerin ARD-Werbung Sales & Services, den Gästen der Medienlese zuvor versprochen hatte: „Vertrauen spielt bei der Vermarktung eine große Rolle - Vertrauen kann man nicht kaufen, das entsteht.“ Damit seien Marken im Ersten mit größter Sicherheit aufgehoben. Und Sicherheit haben auch die Zuschauer beim Programm. son

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