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Die Jungen Wilden und der Fehler im System

Die Logos von ARD und ZDF
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Die Logos von ARD und ZDF
Sie sind bereits in führender Position, sie denken digital, und sie könnten den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verändern. Wenn man sie lässt. Wo also hakt's? Darüber sprach HORIZONT mit Juliane Leopold, Sophie Burkhardt, Benjamin Fischer und Florian Hager.

Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu üben, ist eine der einfachsten Übungen: zu links, zu viele Krimis, hoffnungslos behäbig, überaltert sowieso, außerdem unfähig, sich zeitgemäß aufzustellen. Geld gibt es nie genug, egal, wie hoch der Beitrag ist. Reformen werden auf die lange Bank geschoben. Entsteht Neues, dann unbeabsichtigt wie bei Funk, das gemeinsam von ARD und ZDF betriebene digitale Angebot für junge Zielgruppen.

Kommende Woche tagen die Intendanten der ARD in Stuttgart. Auf der Tagesordnung steht die Digitalstrategie. Es ist nur ein Punkt von vielen, aber der, bei dem es um die Zukunft geht, vielleicht sogar ums Überleben. Denn will der öffentlich-rechtliche Rundfunk relevant bleiben, darf er nicht im Linearen verharren und tatenlos zusehen, wie die Nutzer in Scharen zu Youtube, Spotify und Netflix überlaufen.

Was also tun? An die Strukturen müsste man ran. Das Tempo erhöhen. Etwas riskieren. So reden junge, öffentlich-rechtliche Führungskräfte, die das Zeug dazu hätten, etwas zu verändern. Leute wie Benjamin Fischer, 39, Leiter des ARD-Digitalboards; Juliane Leopold, 36, eine von drei Chefredakteuren der Tagesschau, zuständig für Tagesschau.de; Sophie Burkhardt, 37, beim ZDF stellvertretende Leiterin der Hauptredaktion Neue Medien – ja, so heißt das noch immer auf dem Lerchenberg – und in Personalunion Stellvertreterin von Funk-Programmgeschäftsführer Florian Hager, der auch mit 43 Jahren für öffentlich-rechtliche Verhältnisse noch jung ist. Von ihnen wollte Horizont wissen: Was hindert sie, die Dinge zu ändern?

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