Angebliche Vergewaltigung

Cristiano Ronaldo will den Spiegel verklagen

Juve-Spieler Cristiano Ronaldo will gegen den Spiegel rechtlich vorgehen
© picture alliance
Juve-Spieler Cristiano Ronaldo will gegen den Spiegel rechtlich vorgehen
Nach einem Bericht des Spiegel über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo will der Fußballer nun offenbar rechtliche Schritte gegen das Magazin einleiten. Der Nachrichtenagentur Reuters liegt ein Schreiben von Ronaldos deutschem Anwalt Christian Schertz vor, demzufolge er den Spiegel auf Schadensersatz verklagen will.
Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe exklusiv über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo. Das mutmaßliche Opfer, die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga, erklärt gegenüber dem Blatt, im Jahr 2009 von Ronaldo vergewaltigt worden zu sein und im Rahmen von Vergleichsverhandlungen mit seinen Anwälten damals 375.000 US-Dollar Schweigegeld erhalten zu haben. Mayorgas Anwalt greift dieses Abkommen nun in einer Zivilklage in Nevada an.


Die Berichterstattung hat nun offenbar für den Spiegel selbst ein juristisches Nachspiel. Ronaldos deutscher Anwalt Christian Schertz bereitet einem Reuters-Bericht zufolge eine Klage auf Schadensersatz gegen das Hamburger Nachrichtenmagazin vor. Reuters zufolge sind die Anschuldigungen aus Sicht von Schertz "offenkundig illegal". Es handle sich um eine "unzulässige Berichterstattung von Verdachtsfällen im Bereich der Privatsphäre". Eine Nachfrage von HORIZONT Online bei Schertz blieb bislang unbeantwortet.

An der Ericusspitze ist unterdessen noch kein Schreiben in der Angelegenheit eingegangen, wie es auf Nachfrage heißt. Weder eine Abmahnung, die üblicherweise zuerst ausgesprochen wird, noch eine Unterlassungserklärung oder eine Forderung zur Gegendarstellung habe man empfangen, heißt es von Seiten des Spiegel-Verlags.


Das Hamburger Blatt hatte bereits vor anderthalb Jahren über den Vergewaltigungsvorwurf berichtet. Grundlage bildeten Dokumente, die die Enthüllungsplattform Football Leaks dem Spiegel überlassen hatte. Auch damals habe der portugiesische Fußballer dem Spiegel-Verlag mit einer Klage gedroht, heißt es, allerdings wurde den Hamburgern nie eine zugestellt. ron
stats