Amazon-Manager

Philip Missler baut Werbevermarktung von Pinterest in der DACH-Region auf

Philip Missler wechselt von Amazon zu Pinterest
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Philip Missler wechselt von Amazon zu Pinterest
Überraschende Personalie zum Jahresanfang: Philip Missler, bislang Vermarktungschef von Amazon in Deutschland, heuert im April als Country Manager DACH & Nordics bei der hierzulande noch vergleichsweise kleinen Foto-Community Pinterest an. Dort soll er die Vermarktung in den deutschsprachigen Ländern und Skandinavien aufbauen. Die Verpflichtung unterstreicht die großen Ambitionen von Pinterest. 
Das 2010 gegründete Unternehmen verfolgt derzeit einen aggressiven Expansionskurs und wird als einer der heißesten Kandidaten für einen Börsengang in diesem Jahr gehandelt. Erst im November verpflichtete Pinterest mit der Retail-Expertin Andréa Mallard erstmals einen globalen Chief Marketing Officer.


Strategisch noch wichtiger dürfte indes der Ausbau der Werbevermarktung sein. Nachdem im 4. Quartal die Vermarktung in Frankreich gestartet wurde, stehen nun die deutschsprachigen Länder und Nordeuropa auf der Agenda. Mit Philip Missler hat Pinterest nun einen prominenten Manager angeheuert, der die Vermarktung in diesen wichtigen Ländern vorantreiben soll. Pinterest bestätige auf Anfrage eine entsprechende Meldung von WUV.de.

Missler war seit Ende 2014 Managing Director von Amazon Advertising in Deutschland und hat in dieser Funktion die Werbevermarktung des E-Commerce-Riesen hierzulande aufgebaut. Zuvor war der Digitalexperte unter anderem Geschäftsführer des Telekom-Vermarkters Interactive Media und Vice President Business Development bei der Deutschen Telekom. 


Die Anzeigenvermarktung von Pinterest im deutschsprachigen Raum soll im 1. Quartal starten. Mit Ferrero, Rewe und Tchibo hat das Unternehmen bereits erste Werbekunden an Bord, weitere Unternehmen haben laut Pinterest bereits Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. 

Gegründet wurde Pinterest 2010 von Evan Sharp und Ben Silbermann in San Francisco und zieht seitdem vor allem weibliche Internetnutzer an. Die Strategie des Unternehmens besteht darin, Pinnwände mit schönen Dingen zum Selbermachen oder Kaufen zu präsentieren. Pinterest bezeichnet sich selbst als "visuelle Suchmaschine". Die Plattform versucht dabei seit einiger Zeit mit zunehmdem Erfolg, Unternehmen selbst auf die Plattform zu locken. Durch eine direkte Anbindung der Plattform an die Onlineshops seiner Partner eröffnet sich für Unternehmen mit Pinterest dabei nicht nur eine attraktive Werbeplattform, sondern zugleich ein weiterer Absatzkanal. Zurzeit zählt der Dienst etwa 250 Millionen monatlich aktive Nutzer. dh
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