AGF-Chefin im Video-Interview

Ist TV ein Oldtimer, Kerstin Niederauer-Kopf?

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Heike Turi im Gespräch mit Kerstin Niederauer-Kopf
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Heike Turi im Gespräch mit Kerstin Niederauer-Kopf
"Der Big Screen war nie weg", sagt Kerstin Niederauer-Kopf im Video-Interview mit HORIZONT und turi2.tv. Im Gespräch mit turi2-Verlegerin Heike Turi am Rande des AGF-Forums in Frankfurt widerspricht die Chefin der AGF Videoforschung der These, dass das Fernsehen zum alten Eisen gehört. Von der analogen Vergangenheit des Mediums sei heute schon nichts mehr übrig. Das bestätigen auch die Messergebnisse der AGF, die traditionell TV-Quoten erhebt, aber längst auch Streaming-Nutzung, etwa bei Netflix oder Amazon Prime erfasst.
Als eine ihrer größten Herausforderungen beschreibt Niederauer-Kopf es, Digital-Publisher für die Messung von Bewegtbild zu gewinnen, um eine möglichst "konvergente Reichweite" ausweisen zu können. Anders als bei den TV-Quoten, wo automatisch alle empfangbaren Sender ausgewertet werden, müssen sich Digital-Publisher aktiv für die Messung entscheiden.

Mit Blick auf das überragende Interesse an Nachrichten und Unterhaltung während der Corona-Zeit erklärt die TV-Forscherin, dass die Nutzung von Bewegtbild weiter über dem Vor-Krisen-Jahr 2019 liegt, verglichen mit den Hoch-Phasen der Pandemie aber abnimmt. Außerdem beobachtet sie den Wunsch nach Eskapismus, was auf die Nutzung von Unterhaltungs-Angeboten einzahlt.
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