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Verizon schaltet Oath-Adserver 2020 ab

Oath bereitet Verizon weiter Probleme
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Oath bereitet Verizon weiter Probleme
Verizon treibt den Umbau seines Onlinegeschäfts weiter voran. Nach der Integration von AOL und Yahoo und der Vereinheitlichung seiner Adtech-Lösungen folgt nun der nächste Einschnitt: Die Adserver-Plattform von Oath wird bis 2020 abgeschaltet. Der Support läuft bereits Ende Mai aus. 
Verizon Media informierte seine Kunden am Montag per Mail über den Schritt. Demnach habe man entschieden, nicht mehr weiter in die Oath Ad Platforms Ad Server (ehemals Adtech Ad Server) zu investieren und diese bis 2020 abzuschalten. Der Support endet bereits Ende Mai. Danach wird sich ein kleineres Team um den Weiterbetrieb und die Migration der Kunden auf neue Adserver kümmern, bevor die Server im kommenden Jahr endgültig abgeschaltet werden. Das SSP-Geschäft von Verizon bleibt von der Abschaltung der Adserver unberührt und wird weitergeführt. 


Verizon begründet den Schritt in dem Mailing, das HORIZONT Online vorliegt, mit der strategischen Konzentration auf seine Kernprodukte. "Unser Fokus ist es, weiterhin in Lösungen der nächsten Generation zu investieren, die unsere Technologien zentralisieren und die Zusammenarbeit unserer Kunden vereinfachen." Dazu gehöre unter anderem das Geschäft mit den SSP- und DSP-Plattformen, denen man umfangreiche Ressourcen zur Verfügung gestellt habe. 

Verizon hatte 2018 eine Milliardensumme auf sein Onlinegeschäft abschreiben müssen. Die Abschreibungen auf die Medientochter Oath, in der Yahoo und AOL aufgegangen sind, summierten sich im vierten Quartal auf 4,6 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro). Unterm Strich rechnet Verizon mit einer Belastung von 4,5 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte das Kerngeschäft des früheren Yahoo-Konzerns 2017 übernommen. Als Grund für die Abschreibungen nannte Verizon einen verschärften Wettbewerb bei Online-Werbung. dh
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