ADAC Motorwelt

ADAC dampft Auflage seiner Mitgliedszeitschrift deutlich ein

So sieht die neue ADAC Motorwelt aus
© ADAC/Peter Neusser
So sieht die neue ADAC Motorwelt aus
Ab 2020 produziert Hubert Burda Media die Mitgliederzeitschrift ADAC Motorwelt für den Automobilclub. Mit der Neuaufstellung wird auch ein neues Vertriebsmodell eingeführt: Die Mitglieder müssen sich das Magazin künftig selbst in den Geschäftsstellen abholen. Die gedruckte Auflage sinkt dadurch deutlich. 
Dass die Auflage in Höhe von bislang rund 13,5 Millionen Exemplaren sinken würde, war absehbar - immerhin war ein Grund für das neue Modell, die hohen Kosten für das Magazin zu senken. Der ADAC hat sich ein Sparprogramm auferlegt, mit dem die laufenden Kosten pro Jahr um rund 80 Millionen Euro gedrückt werden sollen. Allein die Ausgaben für die Mitgliederzeitschrift belaufen sich bislang auf 90 Millionen Euro pro Jahr, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Vertriebskosten liegen demnach bei 50 Millionen Euro. Dem stehen lediglich 30 Millionen Euro an Werbeeinnahmen gegenüber. 


Mit dem neuen Vertriebsmodell - die Mitglieder müssen sich das Heft künftig bei Interesse selbst in einer ADAC-Geschäftsstelle beziehungsweise bei Edeka oder Netto abholen - fällt ein großer Teil der Vertriebskosten weg. Auch die Druckauflage sinkt deutlich: Zum Start des neu gestalteten Magazins im März 2020 wird die Druckauflage bei 6 Millionen Exemplaren liegen. Mittelfristig gehe man davon aus, dass sich die Print-Auflage bei etwa fünf Millionen Heften einpendeln wird, sagt ADAC-Geschäftsführer Lars Soutschka. Der ADAC schätzt, dass bislang rund ein Viertel aller Exemplare bei den Mitgliedern ungelesen im Papierkorb landet. dh
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