Zweites Quartal in Folge

Twitter schreibt schwarze Zahlen

Hebt der Twitter-Vogel doch noch ab?
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Hebt der Twitter-Vogel doch noch ab?
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Kriegt Twitter doch noch die Kurve? Der bis vor kurzem chronisch defizitäre Kurznachrichtendienst kommt auf dem steinigen Weg in Richtung Profitabilität allmählich voran. Der Konzern, der kürzlich seine Deutschlandzentrale geschlossen hat, hat im ersten Quartal 2018 einen Gewinn erwirtschaftet. Damit schreibt Twitter im zweiten Quartal infolge schwarze Zahlen.

"Das erste Quartal war ein starker Start ins Jahr", sagt Jack Dorsey. Laut dem Twitter-CEO konnte das Unternehmen unter anderem die Zahl seiner aktiven Nutzer steigern. So waren im 1. Quartal 336 Millionen Nutzer mindestens einmal im Monat aktiv - in den vorherigen drei Monaten hatte die Zahl noch bei 330 Millionen stagniert. Auch das Engagement der Twitter-Nutzer sei angestiegen, so Dorsey.

Dass sich die positiven Entwicklungen bei der Twitter-Gemeinde auch bei Umsatz und Ergebnis bemerkbar machen, versteht sich von selbst. Laut Finanzchef Ned Segal ist Twitter im 1. Quartal in allen Märkten und mit allen Produkten gewachsen. Die Folge: Twitter steigerte den Umsatz im ersten Quartal im Jahresvergleich um gut ein Fünftel auf 665 Millionen Dollar.

Unterm Strich blieb ein Gewinn von 61 Millionen Dollar übrig, nach einem Fehlbetrag von rund 61,6 Millionen ein Jahr zuvor. Im Schlussquartal 2017 hatte Twitter mit einem Gewinn von 91 Millionen Dollar zum ersten Mal überhaupt schwarze Zahlen geschrieben.

Wachstumstreiber war vor allem das Werbegeschäft. Laut Segal konnte Twitter seinen Umsatz hier gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 28 Prozent steigern. Dazu hätten vor allem das Kundenwachstum, neue Werbe-Features sowie Verbesserungen beim Return on Investment und der Sales-Execution beigetragen. 

An der Börse kommen die Quartalszahlen freilich gut an, die Anleger sind begeistert. Die Twitter-Aktie sprang am Mittwoch vorbörslich um mehr als sechs Prozent nach oben. mas/dpa




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