Wirtschaftszeitung

Handelsblatt lässt die Bezahlschranke weiter herunter

Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe
Verlagsgruppe Handelsblatt
Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe
Das Handelsblatt macht seine Website für Gelegenheitsleser weitgehend dicht. Ab sofort sind nur noch "weniger als eine Handvoll Artikel" pro Monat frei verfügbar, das Gros der Texte verschwindet ab sofort hinter der Bezahlschranke. 
Die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung hatte den Anteil der kostenpflichtigen Artikel in den vergangenen Monaten bereits spürbar erhöht - nun geht das Handelsblatt den nächsten Schritt. Bis auf wenige Texte sind ab sofort alle Artikel, Infografiken und Recherchetools kostenpflichtig. Im Selbstversuch fiel die Bezahlschranke nach drei Artikeln. Der bisherige Hinweis auf "Premium"-Inhalte, mit dem kostenpflichtige Texte bislang gekennzeichnet waren, entfällt. 

Ein Einzelabruf von Texten ist nicht möglich - wer künftig den vollen Zugriff auf alle Inhalte von Handelsblatt.com haben möchte, muss ein Abo abschließen. Das Standard-Abo kostet 25 Euro im Monat und beinhaltet neben dem freien Zugriff auf alle Inhalte von Handelsblatt.com und der App auch Zugang zu ausgewählten Veranstaltungen.

Das Premium-Abo für 35 Euro im Monat bietet zusätzlich das E-Paper des gedruckten Handelsblatts am Vorabend, Zugang zum Archiv sowie die Mitgliedschaft im Handelsblatt Wirtschaftsclub mit Zugang zu dessen Veranstaltungen. Für noch einmal sechs Euro mehr (Premium Plus) bekommen Abonnenten zusätzlich die Freitagsausgabe des Handelsblatts in gedruckter Form. Das klassische Print-Abo, das den Zugang zu den digitalen Plattformen beinhaltet, kostet 66,70 Euro. 

"Mit dem neuen Bezahlmodell geht das Handelsblatt den schon vor Jahren begonnenen Weg der digitalen Transformation konsequent weiter", sagt Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe. "Dabei gilt wie immer unser Leitsatz 'Substanz entscheidet' und der Fokus, unseren Leserinnen und Lesern hochwertigen und exklusiven Journalismus zu bieten. Das neue Premiummodell hilft uns, auch künftig in unsere hohe journalistische Qualität zu investieren, die uns zum vertrauenswürdigsten Medium des Landes und zur 'European Newspaper of the Year' gemacht hat." 

"Die Zahl der Handelsblatt Digital-Abonnenten steigt Woche für Woche. Schon bald werden weit mehr als die Hälfte unserer zahlenden Leser unsere digitalen Produkte nutzen", ergänzt Sebastian Matthes, Stellvertreter des Chefredakteurs & Head of Digital beim Handelsblatt. "Ihnen bieten wir die exklusiven Inhalte unserer integrierten Redaktion – ergänzt durch multimediale Erzählformen, spezielle Newsletter, Datenbanken für umfangreiche Zahlen-Recherchen sowie vertiefende Themenseiten." dh

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