Werbevermarktung

Ohne Reichweite geht's nicht

Ohne Reichweite geht es nicht
© Getty Images / Maja Hitij
Ohne Reichweite geht es nicht
Targeting allein reicht nicht aus. Werbungtreibende brauchen auch hohe Reichweiten, damit ihre Botschaft durchdringt. "Gewinner wird der sein, der beides kann", sagt Andreas Prasse, Geschäftsführer Marketing & Vetrieb von Wall. Auch Rasmus Giese, CEO von United Internet Media, geht davon aus, dass der Löwenanteil der Spendigs auf absehbare Zeit bei reichweitenstarken Medien bleiben wird.

Giese glaubt aber auch, dass "Reichweite gerade ihren Zenith erlebt". Mit neuen Technologien wird Targeting besser und One-to-ohne-Marketing auch günstiger, so seine These. Retargeting sei schon jetzt "wahnsinnig effizient", was sich auch darin zeige, dass die Budgets stark steigen.



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Die großen Profiteure sind derzeit Google und Facebook, die mit sehr guten Bewegungs- und Nutzerdaten ausgefeiltes Targeting anbieten können. Um ihnen etwas entgegenzusetzen, schlägt Giese einen nationalen Verbund der hiesigen Vermarkter vor.

Oliver Adrian, Geschäftsführer der AS&S Radio, hat seinerseits schlechte Erfahrungen mit Facebook-Targeting gemacht. Der Vermarkter hat versucht, seine recht spitze B2B-Zielgruppe Mediaentscheider darüber anzusprechen. Das Ergebnis: 95 Prozent der Response kam aus dem Nahen und MIttleren Osten. Eine plausible Erklärung dafür habe man nicht bekommen.


Adrian rechnet damit, dass das Wachstum neuer digitaler Kanäle nicht zulasten der etablierten Reichweitenmedien gehen wird, sondern auf Kosten anderer digitalen Werbemöglichkeiten. "Das sind Leuchtturm-Medien und von denen gibt es immer weniger", sagt er. pap 

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