Exklusiv-Umfrage

Video-on-Demand-Nutzer pfeifen auf klassisches TV

Der Fernseher wird zur Multimedia-Zentrale
Der Fernseher wird zur Multimedia-Zentrale
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Nutzer von Video-on-Demand-Angeboten können auf klassisches Fernsehen scheinbar ganz gut verzichten: Das geht aus einer exklusiv für HORIZONT erstellten Umfrage hervor, die die Hamburger Mediaagentur Initiative im Rahmen ihrer jährlichen Studie "My Screens" erstellt hat. Demzufolge halten es 34 Prozent der Befragten VoD-Nutzer für vorstellbar, dass lineares TV innerhalb der kommenden zehn Jahre vollständig von VoD verdrängt wird.
Auch wenn die Fragestellung mit dem Begriff "vollständig verdrängt" durchaus etwas radikal ist, sei dies ein "durchaus hoher Wert", sagt Joana Kühn, bei Initiative verantwortlich für die Studie. Allerdings sei im Hinterkopf zu behalten, dass es sich eben um Aussagen von Nutzern handelt, die bereits die vollen Möglichkeiten von VoD kennen und schätzen.


Wie VoD-Nutzer über Bewegtbildkanäle denken.
© Horizont
Wie VoD-Nutzer über Bewegtbildkanäle denken.
In einem zweiten Fragenkomplex zu Aussagen zu TV und VoD wird dies deutlich: Während beide Medien den Befragten in ähnlich hohem Ausmaß dazu dienen, vom Alltag abzuschalten, gibt es klare Präferenzen bezüglich der Inhalte. So scheint TV durch den Aktualitätsfaktor dabei zu helfen, auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn es aber um abwechslungsreiche Inhalte geht, liegt VoD mit 68 Prozent klar vor dem klassischen Fernsehen mit 50 Prozent. Nutzer, die auch auf kostenpflichtige Inhalte zugreifen, sind hier noch klarer in der Aussage: Sie sehen die Vorteile durch die Bank in VoD, lediglich bei der aktuellen Information kann TV bei ihnen noch punkten.

Hauptsache, vom Stress runterkommen.
© Horizont
Hauptsache, vom Stress runterkommen.
Zahlende Kunden denken anders.
© Horizont
Zahlende Kunden denken anders.
Im Rahmen der Veröffentlichung der Studienergebnisse hat Initiative auch einige Trends formuliert, die das Marketing im jetzt anlaufenden Jahr befassen wird: Moment Marketing, Customer Intelligence, Conversational Commerce und Mixed Reality sind die vier Punkte, die die Agentur nennt. Was dahinter steckt sowie die ausführlichen Ergebnisse der Exklusivumfrage veröffentlicht HORIZONT in Ausgabe 2/2017. son
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