VPRT Frühjahrsprognose

TV und Radio rechnen mit Wachstum

Frank Giersberg, Leiter der Marktentwicklung im VPRT
© Foto: VPRT
Frank Giersberg, Leiter der Marktentwicklung im VPRT
Die audio- und audiovisuellen Medien rechnen auch 2018 mit einem Zuwachs. Fernsehen geht von einem Plus der Nettowerbeumsätze von 1 bis 1,5 Prozent aus, Radio von 2,5 bis 3 Prozent. Prozentual am stärksten wachsen werden die Instream-Audio- und Video-Angebote. Das prognostiziert der Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) in seiner Frühjahrsprognose.

Damit setzt sich das Wachstum aus dem Vorjahr fort. TV hat nach einem schwierigen Start ins Jahr am Ende doch noch ein Plus und zwar von 0,7 Prozent verzeichnet. Die Nettowerberlöse stiegen auf 4,59 Milliarden Euro. Instream-Videowerbung legte von 320 auf 396 Millionen zu und wird 2018 bei 552 bis 576 Millionen Euro landen. 

Auch Radio verstetigt seinen guten Lauf der letzten Jahre und steigert die Werbeerlöse um 2,2 Prozent auf 784 Millionen Euro. 2018 sollen es dann 805 bis 808 Millionen sein - ebenfalls ein neuer Rekord. Audio profitiert von einer Unsicherheit über die Onlinemedien und kann im Werbemarkt wie TV mit seinen immer noch hohen Reichweiten und Leistungswerten punkten. 

Instream-Audowerbung wächst stark - allerdings von niedrigem Niveau. 2017 waren es 29 Millionen Euro, 2018 sollen es 38 bis 41 Millionen sein. Besonders Smartspeaker wie Alexa könnten für einen weiteren Schub sorgen. 

"Die aktuelle Prognose dokumentiert die nachhaltige Wachstumskraft unserer Branche", sagt Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung des VPRT. Er sieht denTrend ungebrochen, dass der Werbewert der klassischen linearen Mediennutzung auf hohem Niveau moderat steigt und neue Angebotsformen auf relativ niedrigem Niveau stark steigen. 

Diese Entwicklung schreibt sich auch in der mittelfristigen Prognose des VPRT fort: In den nächsten fünf Jahren rechnet der Verband mit einer weiter steigenden Nachfrage. Insgesamt beliefen sich die audio- und audiovisuellen Umsätze 2017 auf über 5,6 Milliarden Euro - ein Zuwachs von 2,4 Prozent. In Summe sollen sie 2018 um 2,5 bis 3,4 Prozent auf über 6 Milliarden Euro klettern. pap




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